Dienstagnachmittag in einem Bochumer Hotel: Peniel Mlapa sitzt bei einem Cappuccino und genießt den freien Tag.

VfL

Mlapa will unter Verbeek den Durchbruch schaffen

13. August 2015, 12:07 Uhr

Dienstagnachmittag in einem Bochumer Hotel: Peniel Mlapa sitzt bei einem Cappuccino und genießt den freien Tag.

Während seine neuen Teamkollegen in alle Winde zerstreut sind, hat der 24-Jährige die Ruhe weg. Einzig der Vormittag war anstrengend, denn da musste er den Leistungstest, den seine Kollegen schon lange hinter sich haben, nachholen.

Mlapa, der am Vortag erstmals beim Training mitgemischt hatte, scheint mit seiner Unterschrift unter einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag seine sportliche Laufbahn wieder in geordnete Bahnen geleitet zu haben. Denn so steil die Karriere zunächst aufwärts ging, so kam sie doch merklich ins Straucheln – nicht zuletzt, weil das Ausleihgeschäft mit dem 1. FC Nürnberg auch aufgrund einer Verletzung einfach nicht hinhaute.

„Ich wollte ihn schon nach Hannover holen“
Christian Hochstätter über Mlapa

Aus, vergessen, vorbei. Als ihn Borussia Mönchengladbach, wo er noch einen Vertrag bis 2016 besaß, während der Vorbereitung von den Profis zur U23 schickte, war für den 1,93 Meter großen Stürmer klar, dass er „etwas Neues probieren“ müsse. Er absolvierte ein dreitägiges Probetraining bei Birmingham City. Doch schnell war klar: Der VfL Bochum schien für ihn die beste Adresse für einen Neuanfang zu sein. „Als Mlapa noch bei 1860 München war, wollte ich ihn schon nach Hannover holen. Damals funkte Hoffenheim dazwischen. Als sich jetzt der Wechsel von Michael Gregoritsch immer mehr abzeichnete, haben wir uns in Mönchengladbach getroffen“, sagt Christian Hochstätter.

Und danach hat der 24-Jährige seine England-Pläne schnell zu den Akten gelegt: „Das Gespräch mit Christian Hochstätter und auch die Unterredung mit Trainer Gertjan Verbeek haben mich absolut überzeugt. Was man hier vorhat, entspricht meinen Vorstellungen. Bochum ist die ideale Plattform, um mit dieser Mannschaft etwas zu erreichen.“ Dabei will der Offensiv-Hüne natürlich eine gute Rolle spielen. Eine Eingewöhnung brauche er nicht, schließlich kenne er einige Akteure aus dem Kader: „Marco Terrazzino kenne ich schon lange, Tobias Weis auch schon aus Hoffenheim und mit Nando Rafael bin ich privat bekannt. Das macht die Sache noch leichter.“

Für den VfL, auf dessen rechter Offensivseite er fest eingeplant ist, will er schnellstmöglich auf Torejagd gehen. „Ich habe in Mönchengladbach fast die komplette Vorbereitung mitgemacht“, sagt Mlapa und fügt optimistisch hinzu: „Ich fühle mich gut und bin einsatzbereit.“

Ein Kuriosum am Rande: Seinen letzten Pflichtspieltreffer feierte er ausgerechnet im März gegen den VfL Bochum, als er bei der 1:2-Niederlage den Anschlusstreffer für Nürnberg erzielte. Ob Mlapa allerdings bereits in Freiburg zum 18er Kader gehört und das nächste Tor erzielen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Auf jeden Fall aber dürfte er am Sonntag beim Spiel der Reservisten und Nachwuchsspieler gegen Marl-Hüls mitmischen.

Nächsten Schritt gehen
Dass Spieler wie Gregoritsch, Weis oder zuletzt Haberer Bochum als echte sportliche Alternative sehen, zeigt den Wandel des VfL speziell über die letzten Monate, trotz knapper Finanzen. „Wir haben Mlapa eine Plattform geschaffen, sich wieder in Erinnerung zu bringen und sich zu zeigen. Das ist für ihn der nächste Schritt, und er hat erkannt, welche Perspektiven sich grundsätzlich in Bochum bieten“, sagt Hochstätter.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren