Das Theater rund um das Pokalspiel zwischen Rot-Weiß Oberhausen und den Sportfreunden Baumberg geht in die nächste Runde.

RWO - Baumberg

Verbale Entgleisung von Yotla

Martin Herms
12. August 2015, 15:37 Uhr
Foto: Tillmann

Foto: Tillmann

Das Theater rund um das Pokalspiel zwischen Rot-Weiß Oberhausen und den Sportfreunden Baumberg geht in die nächste Runde.

Ursächlich für die erneute Aufregung ist eine verbale Entgleisung von Baumbergs ehemaligem Sportlichen Leiter Redouan Yotla, der im Anschluss an die Partie im Stadion Niederrhein öffentlich via Facebook scharfe Kritik an Oberhausens Vorstandsmitglied und Sicherheitschef Thorsten Binder geübt hatte. So soll Binder nichts dagegen unternommen haben, dass drei offenbar gewaltbereite RWO-Fans in den Gästebereich gelangt sind.

Nun kam ans Licht, dass es eine erste Version des Facebook-Beitrags gegeben hat, die Yotla kurze Zeit nach der Veröffentlichung herausgenommen hat. Im sogenannten Bearbeitungsverlauf ist der originale Eintrag jedoch noch abrufbar. Dabei ließ sich der ehemalige Funktionär der Monheimer zu folgender Aussage in Richtung von Binder hinreißen: "Normalerweise müsste man sie anzeigen, allerdings sind sie mit ihrem Aussehen und Handeln schon bestraft genug! Sie hätten es eigentlich verdient gehabt eine zu kriegen!"

Binder, der sämtliche Anschuldigungen entschieden von sich gewiesen hatte, nahm zur verbalen Entgleisung Yotlas Stellung: "Ich finde es bedauerlich, dass soziale Netzwerke von einigen Leuten als rechtsfreie Räume angesehen werden, um ihre Meinung kund zu tun. Herr Yotla hat versucht, mich in jeglicher Form zu diskreditieren. Sämtliche Mühlen werden nun mahlen", gibt Binder einen indirekten Hinweis auf mögliche rechtliche Schritte seinerseits.

Yotla selbst wollte die originale Fassung und die darin enthaltene Beleidigung nicht leugnen. Seine Vorwürfe gegen Binder wolle er dennoch nicht revidieren. "Ich habe das aus dem Frust heraus geschrieben, wegen der Dinge, die da passiert sind. Die beiden Sätze waren unüberlegt und dafür entschuldige ich mich auch. Dass es falsch war, habe ich auch schnell gemerkt und deshalb den Post editiert. Vom Rest, den ich da geschrieben habe, weiche ich aber nicht ab. Es kann nicht sein, dass Gewalt in jeglicher Form bei Fußballspielen vorkommt. Bei uns waren hauptsächlich Frauen, Eltern und Kinder im Block und dass es zugelassen wird, dass es da zu solchen Szenen kommt, geht einfach nicht."

Autor: Martin Herms

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