Chelseas Mourinho droht erneut Ärger

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23. März 2005, 23:05 Uhr

Er bleibt das derzeitige Enfant terrible des europäischen Fußballs. Neben der UEFA ermittelt nun auch der englische Verband wegen unerlaubter Verhandlungsmethoden gegen Chelsea-Coach Jose Mourinho.

Der Ärger um Jose Mourinho ebbt nicht ab. Dem Trainer von Bayern Münchens Champions-League-Gegner Chelsea London steht nach dem Disziplinarverfahren der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nun neues Ungemach durch den englischen Verband (FA) ins Haus.

Disziplinarverfahren wegen unerlaubter Verhandlungen

Die FA hat gegen den Portugiesen wegen unerlaubter Verhandlungen mit Verteidiger Ashley Cole vom Meister Arsenal London Ermittlungen aufgenommen. Der Vorwurf gegen den Coach, der im Vorjahr den FC Porto zum Triumph in Europas "Königsklasse" geführt hatte, lautet auf Verstoß gegen die Verhaltensbestimmungen für Trainer. Auch Mourinhos Klub und Cole drohen Disziplinarverfahren.

Mourinho soll den englischen Nationalspieler Cole ohne Kenntnis von Arsenal in einem Londoner Hotel getroffen haben. Die FA-Statuten schreiben allerdings für Abwerbe-Versuche die Information des abgebenden Vereins vor Aufnahme von Verhandlungen vor.

Erst zu Wochenbeginn hatte die UEFA gegen den Chelsea-Trainer ein Verfahren wegen seiner ehrabschneidenden Aussagen nach einem Champions-League-Spiel über Schiedsrichter Anders Frisk (Schweden) eingeleitet. Aus Sicht der UEFA ist der Coach mitverantwortlich für spätere Morddrohungen gegen den Referee, der sich wegen der Anfeindungen zur Beendigung seiner Karriere gezwungen sah. Mourinho droht für den Fall eines Schuldspruchs für die Viertelfinalspiele seines Klubs in der Champions League eine Banksperre.

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