SSVG Velbert: Doppelbelastung: "General" Grabotin & Praktikum

Thorwart mit "Ganzkörpertraining"

og
13. Juli 2007, 17:35 Uhr

"Dolce Vita" in Velbert! Süßes Leben, wohl kaum, das Personal der SSVg wird bekanntlich durch Coach Dietmar Grabotin regiert, der dafür bekannt ist, dass man nach dem Programm seinen Körper spürt, und das detailliert. Manche nennen ihn mit Wertschätzung "General".

"Ich weiß nicht, ob man ihn so betiteln sollte", schmunzelt Florian Thorwart, "aber es stimmt, das ist ein richtig ordentliches Training. Ich bin mir absolut sicher, wenn diese Vorbereitung zu Ende ist, macht es keinem von uns etwas aus, 90 Minuten zu spielen."

Der 25-Jährige hing die Profikarriere an den Nagel, wird am 1. Oktober ein Wirtschafts-Studium anfangen, wechselte von RW Essen in die Oberliga. "Ich habe die richtige Entscheidung getroffen, die Truppe macht einen wirklich guten Eindruck." Man kommt von oben, beobachtet natürlich gespannt die Qualität zwei Stufen tiefer. "Die Jungs haben alle was drauf, können alle prima Fußball spielen." So dass man auch Ambitionen haben darf, die Verantwortlichen wollen in die Regionalliga, also unter die ersten vier Clubs am Nordrhein. Der gebürtige Hagener: "Alle sind willig, auch bei diesem harten Programm, das natürlich nicht immer nur Spaß macht. Ich bin froh, diesen Club gewählt zu haben."

Der ehemalige Dortmunder legt sich fest: "Warten wir einmal ab, wie wir starten, wo wir landen. Die Klasse ist ja stark. Es wäre nicht schlau, jetzt eine Parole auszugeben." Die einem dann ständig auf das Butterbrot geschmiert würde. Was der Abwehrakteur jedoch zugibt: "Aber klar, man holt keine Akteure, um unten rum zu agieren. Die Truppe ist ehrgeizig, wir werden uns die Ziele nach und nach stecken." Das ist die offizielle Version. Thorwart: "Alles ist auch abhängig davon, ob das Team harmoniert, ob man einen Lauf erwischt oder ob es erst holprig los geht."

Ab nächsten Montag gibt es dann die nächste Zusatzbelastung, Thorwart startet ein Praktikum bei Thyssen-Krupp in Bochum. "Von morgens bis nachmittags in einer Lehrwerkstatt, danach geht es dann zum Training, das laue Leben ist vorbei." Alles handwerkliche Beanspruchungen. Thorwart zählt grinsend auf: "Schweißen, Fräsen und alles so was. Das gibt ein weiteres Ganzkörpertraining." Komplett neue Erfahrungen, die aber keine Überforderungen darstellen sollen. "Zuhause bin ich auch ganz gerne der Handwerker, damit habe ich keine Probleme. Ich bin richtig gespannt." Wie gesagt, kein "Dolce Vita".

Autor: og

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