Durch einen 4:0-Sieg über den SV Herbede feiert Hedefspor Hattingen den Aufstieg in die Westfalenliga.

Hedefspor Hattingen

Hattingen hat einen Westfalenligisten

Tobias Hinne-Schneider
14. Juni 2015, 18:45 Uhr
Foto: Frank Gröner

Foto: Frank Gröner

Durch einen 4:0-Sieg über den SV Herbede feiert Hedefspor Hattingen den Aufstieg in die Westfalenliga.

45 Minuten lang zitterten die Zuschauer auf den Rängen, denn im ersten Durchgang wirkte das Team von Holger Aden noch sehr nervös. Doch kurz nach der Pause das kollektive Durchatmen, [person=11810]Stefan Tiedke[/person] foulte [person=27659]Christian Brice Oupa Tock[/person] im Strafraum, Schiedsrichter Dominic Tillmann zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Orhan Yigit schickte Herbedes Schlussmann Mirco Sell in die falsche Ecke und brachte seine Farben in Führung. Danach war der Bann gebrochen, lediglich drei Minuten später erhöhte [person=23251]Serkan Aydin[/person] mit einem sehenswerten Lupfer auf 2:0 (55.). Mittelfeldspieler [person=16077]Jakob Bergheim[/person] (73.) und der junge [person=23397]Mert Özkan[/person] (78.) schraubten das Ergebnis in der Endphase noch einmal in die Höhe.

Herbede blieb über die kompletten 90 Minuten ungefährlich, einzig ein Kopfball von Kapitän [person=11812]Sebastian Kleine[/person] kam auf das Tor von [person=16063]Selcuk Aydin[/person]. Ansonsten spielte der Absteiger schlecht, war in seinen Möglichkeiten aber auch viel zu limitiert um die ambitionierten Hattinger unter Druck zu setzen. Immer wieder flogen lange Bälle auf die Hintermannschaft der Hausherren zu, die Afeez Yaya Ola allesamt sicher einsammelte. Spätestens nach dem 1:0 dominierten die Hattinger die Partie nach Belieben.

Der Live-Ticker zum nachlesen:

Marco Held war vom Auftritt seiner Mannschaft nicht begeistert: "In der zweiten Halbzeit haben wir gar nicht mehr stattgefunden, haben absolut körperlos und viel zu passiv agiert. Mit dem 0:1 ist alles wie ein Kartenhaus zusammengebrochen, danach stimmte die Körpersprache einfach nicht mehr. Es kam alles hoch, der Frust gepaart mit dem Wissen über den vermeidbaren Abstieg. Die Gegentore zeugen davon, dass wir nicht landesligatauglich sind. Es fehlen die nötigen Leader in der Truppe, die auch Mal einen Ball wegräumen. Im nächsten Jahr werden wir in der Bezirksliga einen neuen Anlauf nehmen."

Wer Holger Aden auf der Bank der Hattinger suchte, der hatte kein Glück, denn der Trainer weilte im Urlaub. Esad Muharemovic und Veli Kutlu übernahmen den Posten, zumindest für das wichtige Spiel gegen Herbede, und führten die Mannschaft in die Westfalenliga. Nach dem Spiel kämpfte Muharemovic mit den Tränen und erinnerte sich an alte Zeiten: "Wir hatten vor zehn Jahren genau dieselbe Situation, da ging es um den Aufstieg in die Bezirksliga. Damals standen Veli und ich noch selber auf dem Platz, da sind mir grade viele Bilder wieder durch den Kopf gegangen. Das ist schon eine sehr schöne Geschichte. Wir konnten nur verlieren, daher hat der Druck die Mannschaft in der ersten Halbzeit ein wenig gelähmt. Danach ist die Mannschaft nur noch nach vorne marschiert, das haben die Jungs super umgesetzt."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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