Der Verbandsligaaufsteiger FC 96 Recklinghausen ist zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro verurteilt worden. Während des laufenden Derbys am 13. Mai zwischen dem FC 96 und Vestia Disteln wurde aus dem FC-Fanblock ein Feuerwerkskörper auf das Feld geschossen. Die Verbandsspruchkammer in Recklinghausen sieht es als erwiesen an, dass dieser Zwischenfall von einem FC-Anhänger ausgeübt wurde.

Recklinghausen: Urteil nach Derby-Zwischenfall

Hohe Geldstrafe gegen FC 96

fmi
10. Juli 2007, 13:03 Uhr

Der Verbandsligaaufsteiger FC 96 Recklinghausen ist zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro verurteilt worden. Während des laufenden Derbys am 13. Mai zwischen dem FC 96 und Vestia Disteln wurde aus dem FC-Fanblock ein Feuerwerkskörper auf das Feld geschossen. Die Verbandsspruchkammer in Recklinghausen sieht es als erwiesen an, dass dieser Zwischenfall von einem FC-Anhänger ausgeübt wurde.

Die Recklinghäuser Veranwortlichen werden dem sportlichen Leiter Thorsten Hohoff zufolge Berufung einlegen. „Das Urteil stimmt in der Relation nicht wenn ein Gastverein Strafe in dieser Höhe erfährt“, beschwert sich Hohoff. Es gehöre nicht zu seinen Aufgaben, die Fans seines Vereins zu durchsuchen und zu kontrollieren. Dass die Spruchkammer dies von ihm verlangte, nennt Hohoff „weltfremd“. Schließlich habe man dazu beigetragen, den Übeltäter aus den eigenen Reihen zu identifizieren und dem Distelner Sicherheitspersonal zu übergeben. Den Täter werden die Recklinghäuser aller Voraussicht nach zivilrechtlich verklagen. Dies wird Gegenstand einer Vereinssitzung sein.

Auch Platzverein Vestia Disteln ging nicht straffrei aus. Die Distelner kommen mit 250 Euro jedoch relativ glimpflich davon, hätten die Vereinsverantwortlichen laut Spruckammer doch für die Sicherheit im Stadion sorgen müssen und die alkoholisierten Fans erst überhaupt nicht einlassen dürfen. „Alles Auflagen“, so der sportliche Leiter der Vestia Disteln Hansi Eberbach, „die für einen Landesligisten nicht leicht zu erfüllen sind.“ Ohnehin hält er die Urteilsfindung und -Begründung für unverständlich und „in dieser Höhe nicht angemessen“. Damit springt er den 96-ern zur Seite und wird nach Rücksprache eine gemeinsame Revision beantragen. Insgesamt ist Eberbach zufolge der Vorfall unnötig aufgeblasen worden.

Autor: fmi

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