Die Vorbereitung auf die neue Saison geht ab morgen in Duisburg in die heiße Phase. Nachdem er einige Dinge schon von seinem Heimatort Bad Tölz aus auf den Weg gebracht hat, wird der Sportliche Leiter der Füchse, Franz Fritzmeier sen., ab Montag seinen Schreibtisch im Schatten der Duisburger Scania-Arena beziehen. Im Interview mit Revier Sport wagt er nicht nur einen Ausblick auf die kommenden Wochen, sondern erläutert auch ausführlich, warum die Füchse mit dem oberbayerischen Oberligisten TEV Miesbach kooperieren.

RS-Interview: EVD-Sportchef Franz Fritzmeier sen.

„Wir wollen den Pokalsieg“

Markus Terbach
09. Juli 2007, 19:30 Uhr

Die Vorbereitung auf die neue Saison geht ab morgen in Duisburg in die heiße Phase. Nachdem er einige Dinge schon von seinem Heimatort Bad Tölz aus auf den Weg gebracht hat, wird der Sportliche Leiter der Füchse, Franz Fritzmeier sen., ab Montag seinen Schreibtisch im Schatten der Duisburger Scania-Arena beziehen. Im Interview mit Revier Sport wagt er nicht nur einen Ausblick auf die kommenden Wochen, sondern erläutert auch ausführlich, warum die Füchse mit dem oberbayerischen Oberligisten TEV Miesbach kooperieren.

Sie haben im heimischen Bad Tölz nicht nur neue Kraft getankt, sondern ausgerechnet mit dem Tölzer Rivalen TEV Miesbach eine Kooperation vereinbart. Wie schwer fiel Ihnen das, als ehemaligem Löwen-Spieler, Herr Fritzmeier?

Die Kooperation mit Miesbach habe ich trotz der Rivalität zu meinem Heimatverein EC Bad Tölz gerne abgeschlossen. Durch die Zusammenarbeit mit dem TEV Miesbach ist Sicherheit auf allen Ebenen garantiert, wobei für mich ein entscheidendes Kriterium der Blick auf die Finanzen war. Was nützt einem ein Kooperationspartner, wenn der noch vor Weihnachten wegen Geldmangels aussteigen muss? Aber auch ein sportlicher Aspekt ist wichtig. Die Spieler, die wir an Miesbach abgeben werden, haben eine Praxisgarantie. Bei ambitionierten Zweitligisten würde das anders aussehen, denn dort wird, wie schon in der letzten Saison, sicher wieder oft mit zwei Blocks gespielt werden, wenn das Spiel eng ist oder ein Rückstand aufgeholt werden muss. Miesbach garantiert uns zudem zwei Trainingseinheiten am Tag, da Kontingent- und Förderlizenzspieler eine ausreichend große Gruppe sind, um auch am Vormittag etwas zu machen.

Werden auch die Förderlizenzspieler, die nach Miesbach wechseln, ebenso nach dem Trainingslager benannt, wie die Try-out-Spieler, die einen längerfristigen Vertrag bekommen?

Es wird am Ende des Trainingslagers drei Gruppen geben, Spieler, die mit zurück nach Duisburg kommen, Spieler, die in Miesbach bleiben und Spieler, die sich wieder auf den Weg in ihre Heimatländer machen werden. Neben den Try-out-Spielern haben die Füchse auch Neuzugänge mit festen Verträgen ausgestattet.

Was war das entscheidende Kriterium?

Es hat kein Spieler einen Vertrag bekommen, der nicht mehrfach beobachtet wurde, entweder persönlich oder durch vertrauenswürdige Kontaktmänner. Die Spieler mit Try-out-Verträgen wissen das und ich lasse mich überraschen, ob sich alle trauen, erst knapp dreiWochen in Duisburg zu trainieren und dann mit ins Trainingslager zu gehen. Es gibt auch noch im August genug Spieler, die verpflichtet werden können. Wir werden zum Saisonstart unsere Ausländerlizenzen angemessen besetzt haben.
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/674-2710_preview.jpeg Muss sich auf einen harten Konkurrenzkampf mit Lukas Lang einstellen: Füchse-Goalie Christian Rohde. (RS-Foto: firo)[/imgbox]
Kommen wir zu den Spielern, die schon Verträge haben. Im Tor sind die Füchse ziemlich gut besetzt, oder?
Wir haben mit Lukas Lang und Christian Rohde zwei sehr starke Torhüter, die sich gegenseitig pushen werden, was uns nur gut tun kann. Karel Lang wird seinen Job als Torwarttrainer noch motivierter angehen, weil er das Beste für seinen Sohn erreichen will, wobei ihm klar ist, dass Lukas keinen Vorteil hat.

Gibt es schon Planungen für die Verteidigungsreihen?

Torsten Kienass ist heiß und ich denke, er wird sehr wahrscheinlich mit Andrej Teljukin einen Block bilden. Ray die Lauro hat schon mal mit Dustin van Ballegooie gespielt. Welche acht Verteidiger es am Ende sein werden, wird sich aber wirklich erst im Verlauf des Trainingslagers entscheiden, wo Didi Hegen und ich zusammen mit Ralf Pape eine Entscheidung fällen werden.

Noch schwieriger dürfte die Entscheidung mit Blick auf die Stürmer fallen, oder?

Ich mache mir da gar keine Sorgen, lasse mich erst einmal überraschen, wer von den Jungs wirklich antritt. Es liegt in letzter Konsequenz an den Spielern, was sie erreichen. Gerade bei den Stürmern sind einige dabei, für die Duisburg eine Chance ist, zum Teil die zweite Chance. Es gab in den letzten beiden Jahren genug Duisburger Spieler, die gezeigt haben, was man daraus machen kann.

Der Spielplan beschert den Füchsen ein schweres Startprogramm. Sind Sie dennoch zufrieden?

Jeder bei uns weiß, dass wir gegen die Mehrheit der Teams in der Liga keine Chance haben, wenn die sich voll konzentrieren und bis zur Schlusssirene nicht nachlassen. Doch wenn wir physisch und spieltaktisch Spiel für Spiel voll auf der Höhe sind und sehr effektiv agieren, werden wir genug Punkte holen, um am Ende der Runde mehrere Mannschaften hinter uns zu lassen.

Bevor das in Angriff genommen werden kann, steht noch das Pokalspiel in Landshut an. Mit welcher Zielsetzung gehen die Füchse in dieses Spiel?

Es ist das erste von fünf Spielen in diesem Wettbewerb, das wir gewinnen wollen. Der Wettbewerb wird allgemein unterschätzt. Wir wollen den Pokalsieg.

Autor: Markus Terbach

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