Er machte nicht nur auf dem Laufsteg im Ruhrpark eine gute Figur. Nein, Marc Pfertzel wusste auch in der ersten Trainingswoche auf dem Rasen zu überzeugen, auch wenn die vielleicht ungewohnte Trainingsintensität von Tag zu Tag mehr ihre Spuren hinterließ. Und doch scheint der gebürtige Franzose, der in den letzten vier Jahren für den italienischen Serie A-Club AS Livorno kickte, für den VfL ein Gewinn zu sein. Technisch stark am Ball, unkompliziert und lustig abseits des Feldes. Neben französisch, italienisch und englisch, kann sich der Elsässer auch sehr gut auf deutsch verständigen. Und da gingen ihm die Worte dann auch zügig über die Lippen:

Bochum: Marc Pfertzel kommt seiner Freundin "immer näher"

Statt 800 "nur" 450 Kilometer

gp
05. Juli 2007, 17:13 Uhr

Er machte nicht nur auf dem Laufsteg im Ruhrpark eine gute Figur. Nein, Marc Pfertzel wusste auch in der ersten Trainingswoche auf dem Rasen zu überzeugen, auch wenn die vielleicht ungewohnte Trainingsintensität von Tag zu Tag mehr ihre Spuren hinterließ. Und doch scheint der gebürtige Franzose, der in den letzten vier Jahren für den italienischen Serie A-Club AS Livorno kickte, für den VfL ein Gewinn zu sein. Technisch stark am Ball, unkompliziert und lustig abseits des Feldes. Neben französisch, italienisch und englisch, kann sich der Elsässer auch sehr gut auf deutsch verständigen. Und da gingen ihm die Worte dann auch zügig über die Lippen:

"Als ich Anfang Juni drei Tage in Bochum war und die äußeren Bedingungen hier erlebt habe, stand für mich fest, ich gehe hier nicht ohne das blaue Trikot raus." Und dabei wollten die Italiener ihren Rechtsfuß, der in den letzten drei Jahren 106 Spiele in der ersten Liga des Weltmeisters bestritt, gar nicht laufen lassen, doch für Pfertzel stand fest: "Nach vier Spielzeiten Italien wollte ich einfach weg. Bei Bochum hatte ich sofort ein sehr gutes Gefühl im Bauch." Was dem Abwehrspieler besonders nachhaltig in Erinnerung blieb, daraus macht er heute kein Hehl: "Hier in Bochum machen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle alles für einen Spieler, so etwas gibt es in Italien in dieser Form nicht."

Und nach einem Gespräch mit Anthar Yahia, den Pfertzel aus Frankreich noch kennt, stand für ihn fest: "Ich will nach Bochum." Mit rund 750.000 Euro Ablösesumme schaffte Stefan Kuntz dann den Dreijahresvertrag von Livorno aus der Welt. Pfertzel: "Die Vorbereitung hier ist zwar mörderisch, aber ich bin begeistert." Das ist auch seine Freundin Asia, die in Frankreich lebt. Pfertzel: "Bis Livorno waren es für sie 800 Kilometer, jetzt sind es nur noch 450. Wir kommen uns immer näher."

Irgendwann wird sie dann auch ihrem Freund nach Bochum folgen, schließlich besitzt der inzwischen einen Vierjahresvertrag, der sowohl für die erste als auch für die zweite Liga gilt. Und neben dem Spruch über das "blaue Trikot", der in den Foren des VfL riesig ankam, hat er seine Hausaufgaben gemacht und verkündet: "Ich weiß, dass die wichtigsten Spiele der Saison nicht gegen Bayern München sind, sondern gegen Schalke und Dortmund."

Autor: gp

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