In knapp vier Wochen rollt der Ball in den Amateurligen des Ruhrgebiets wieder. Mit dabei ist dann auch der VfL Rheinhausen. Nachdem der Klub in der Spielzeit 2004/2005 nach zwei Jahren in der Bezirksklasse den bitteren Gang in die A-Liga antreten musste, starten die Grün-Schwarzen in der kommenden Saison nun in Gruppe sechs der siebten deutschen Fußball-Liga. Bis zum Saisonstart präsentiert RevierSport online von allen Auf- und Absteigern der Bezirksligen einen Saisoncheck. Im ersten Teil analysiert der 44-jährige Ingolf Matthes, Trainer des VfL, die einzelnen Mannschaftsteile seiner Elf und formuliert seine Ziele und Erwartungen.

Bezirksliga 6: Saisoncheck VfL Rheinhausen

"Wollen den Verein langfristig etablieren"

Moritz Rieckhoff
05. Juli 2007, 15:43 Uhr

In knapp vier Wochen rollt der Ball in den Amateurligen des Ruhrgebiets wieder. Mit dabei ist dann auch der VfL Rheinhausen. Nachdem der Klub in der Spielzeit 2004/2005 nach zwei Jahren in der Bezirksklasse den bitteren Gang in die A-Liga antreten musste, starten die Grün-Schwarzen in der kommenden Saison nun in Gruppe sechs der siebten deutschen Fußball-Liga. Bis zum Saisonstart präsentiert RevierSport online von allen Auf- und Absteigern der Bezirksligen einen Saisoncheck. Im ersten Teil analysiert der 44-jährige Ingolf Matthes, Trainer des VfL, die einzelnen Mannschaftsteile seiner Elf und formuliert seine Ziele und Erwartungen.

Torwart: Mit Jörg Werner verfügt der Aufsteiger über einen erfahrenen Torsteher. Der 33-Jährige stand bereits in der Bezirksliga für den VfB Uerdingen zwischen den Pfosten und ist für die Matthes-Elf ein wichtiger Rückhalt: "Jörg ist ein ganz erfahrener Keeper. Auf dieser Position sind wir also absolut konkurrenzfähig", ist sich Matthes sicher.

Abwehr: Mit 36 Gegentreffern stellte der VfL in der abgelaufenen Saison hinter Klassenprimus Preußen Vluyn die beste Defensive. Großen Anteil daran hatte Abwehrchef Michael Metzner. Der 28-Jährige, der die Bezirksliga bereits aus seiner Zeit beim TV Jahn Hiesfeld und beim OSC Rheinhausen kennt, spielt für Matthes auch in den aktuellen Planungen eine wichtige Rolle: "Michael ist unsere zentrale Person im Abwehrverbund. Aufgrund der letzten Spielzeit sehe ich hier eine Stärke meiner Mannschaft."

Mittelfeld: Die Rückkehr von Thomas Hövel, der bereits in der Landesliga und in der Bezirksliga für den GSV Moers und den Hülser SV im linken offensiven Mittelfeld agierte, bewerten am linken Rheindeich alle als wichtige Verstärkung. Matthes: "Die Rückkehr von Thomas ist für uns enorm wichtig. Er ist ein alter VfL`er, den ich schon in der Jugend trainiert habe. Zudem ist er mit seinen 28 Jahren genau im richtigen Fußballeralter. Desweiteren sieht der in Moers lebende Coach in Maurice Kleiner eine weitere Schlüsselposition in der Zentrale: "Mit 24 Jahren ist Maurice zwar noch jung, aber er ist schon jetzt unser Spielgestalter. Ihm traue ich auch in der kommenden Saison viel zu." Der Betriebsschlosser ergänzt: "Auch wenn ich auf dieser Position jetzt zwei Personen hervor gehoben habe, würde ich als herausragende Stärke unsere Ausgeglichenheit nennen. Letztendlich sind wir auch hier ganz gut aufgestellt."

Sturm: In Person von Tolga Bastuk hat der VfL einen echten Goalgetter. Doch die 15 Tore die der 23-Jährige in der A-Liga erzielte, reichen eine Klasse höher vielleicht nicht mehr aus. So sah der Verein in der Sommerpause Handlungsbedarf und verpflichtete mit Mike Kannenberg einen alten Bekannten von Bastuk. In der A-Jugend des MSV hatten[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/068-2096_preview.jpeg Bekommt Verstärkung: Tolga Bastuk [/imgbox] sich die Wege der beiden Torjäger bereits gekreuzt: "In der Offensive hatten wir zuletzt zu wenig Durchschlagskraft. Ich denke, dass wir mit Mike Kannenberg einen weiteren guten Stürmer gefunden haben", glaubt Matthes und ergänzt: "Die nächste Saison wird sehr hart für uns. Ein guter Knipser reicht da nicht."

Saisonziel: Bei der Formulierung der Zielsetzung gibt man sich beim VfL bescheiden. So gibt Matthes dann auch in typischer Aufsteiger-Manier die Marschroute vor: "Als Neuling kann unser Ziel nur lauten in der Liga zu bleiben. Darüber hinaus möchten wir den Klub langfristig in der Liga etablieren."

Verein:

Platzanlage: Der VfL Rheinhausen bestreitet seine Heimspiele im Stadion Bergheim. Ein Rasenplatz sowie zwei Ascheplätze gehören zur Vereinsanlage an der Straße in den Peschen.

Jugend: Der Klub verfügt über eine Jugendarbeit, die von den Bambinis bis zur A-Jugend reicht. Auf die eigene Jugend setzt Matthes dennoch nicht so sehr wie auf erfahrene "alte Rheinhausener Jungs": "Zwar ist unsere Jugend von den Bambinis bis zur A-Jugend durchgängig besetzt, doch da unsere A, B und C–Jugend nicht in der Leistungsklasse spielt, sondern nur in der Kreisklasse, kann ich nicht nur auf unsere Jugendarbeit bauen".

Fieberkurve: In den vergangenen fünf Jahren spielte die "Erste" des Vereins abwechselnd in der Bezirksliga (2003-2005) und in der Kreisliga A (2005-2007).

Autor: Moritz Rieckhoff

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