Lehmann will Vertrag bei Arsenal erfüllen

10. Januar 2005, 20:12 Uhr

Keine Wechselgedanken hegt der bei Arsenal London zum Reservisten degradierte deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann. "Ich werde gestärkt aus dieser Situation hervorgehen und schon bald wieder spielen."

Den Kampf um den Stammplatz im Tor beim englischen Meister Arsenal London hat Jens Lehmann keinesfalls abgehakt. Der deutsche Nationaltorhüter betont zudem, dass er den Premier-League-Klub auch nach seiner Degradierung zum Reservisten nicht vorzeitig verlassen will. "Ich habe noch einen Vertrag bis 2006 und will nicht vorher gehen. Es gibt keinen Grund zu wechseln. Ich werde gestärkt aus dieser Situation hervorgehen und schon bald wieder spielen. Davon bin ich überzeugt", erklärte der bei den "Gunners" seit mehreren Wochen zum Reservisten degradierte Keeper einen Tag nach seinem Einsatz im Pokalspiel gegen Zweitligist Stoke City (2:1).

"Natürlich bin ich besser"

Lehmann, der im Duell mit Oliver Kahn um die Nummer eins in der deutschen Nationalelf bei der WM 2006 im eigenen Land im Falle eines längerfristigen Bankdrücker-Daseins Nachteile befürchten muss, scheut trotz des derzeitigen Vertrauens von Arsenal-Coach Arsene Wenger in den spanischen Schlussmann Manuel Almunia in keinster Weise den Vergleich mit seinem Konkurrenten: "Natürlich bin ich besser als Almunia. Ich spiele nur nicht, weil der Chef so entschieden hat. Natürlich war ich davon überrascht. Aber warum sollte ich deswegen Selbstzweifel haben?"

Aufgrund von Lehmanns Problemen bei Arsenal hatte zuletzt sein ehemaliger Trainer Matthias Sammer den Zerberus beim VfB Stuttgart als Alternative zu Timo Hildebrand ins Gespräch gebracht. Auch bei Borussia Mönchengladbach war der 35-Jährige während der laufenden Winterpause als Verstärkung gehandelt worden.

Pokal keine Herausforderung

Lehmann begründete seine Zuversicht mit seiner Erfahrung. "Ich weiß, wie es im Fußball-Geschäft zugeht. Deswegen bin ich optimistisch, dass ich bald wieder spielen werde. Denn auch wenn man mich an meinen Fehlern misst, spricht die Vernunft für mich."

Dabei hat die vorübergehende Rückkehr von Lehmann zwischen die Pfosten gegen Stoke City, durch die Wenger auch seine Rangfolge dokumentiert hatte ("Die Nummer eins spielt in der Meisterschaft und die Nummer zwei im Pokal"), den früheren Torhüter von Schalke 04 und Borussia Dortmund nach eigener Einschätzung jedoch noch nicht weiter gebracht: "Ich hätte mir gewünscht, dass ich ein bisschen mehr unter Druck gestanden hätte. So aber kam mir das Match ein wenig wie ein Trostpreis für mich vor."

Autor:

Kommentieren