Zur Lage der Liga: Der 5. Spieltag der Bezirksliga 4

Haarzopf enttäuscht und verliert die Spitze

Aaron Knopp
12. September 2006, 10:48 Uhr

In den acht Begegnungen des fünften Spieltags in der Bezirksliga 4 fielen gerade einmal 20 Tore. Ganze neun davon in nur zwei Begegnungen. Die hatten es dafür in sich: Teutonia Überruhr bezwang den SV Kray mit 3:2 und DJK Katernberg sorgte beim 5:1-Auswärtserfolg gegen den VfB Essen Nord für Wiedergutmachung nach der unglücklichen Niederlage gegen Türkiyemspor. Dass wenig Tore nicht gleichbedeutend mit Langeweile sein müssen, bewies unterdessen der Nord-Süd-Gipfel SuS Haarzopf – ESC Preußen 02.

"Wir haben auf der ganzen Linie enttäuscht. Einziger Lichtblick war unser Schlussmann Patrick Prell, der eine höhere Niederlage verhindert hat", ereiferte sich SuS Haarzopf-Coach Wolfgang Gräfen nach der 0:1-Heimniederlage gegen ESC Preußen 02. Michael Putz’ Treffer nach 30 Minuten reichte den Gästen von der Seumannstraße, um die Haarzopfer von der Tabellenspitze zu verdrängen.

Nach der unnötigen Pleite gegen Aufsteiger SC Türkiyemspor nutzten die Katernberger das Gastspiel beim VfB Essen-Nord zur Frustbewältigung. Dabei lief lange nicht alles zu Gunsten der Gäste: Bereits in der 3. Spielminute entschied der Unparteiische auf Elfmeter für die Hausherren. Schütze Nabil Elyakobi zeigte aber Nerven und setzte den Ball an die Latte. Zur Halbzeit stand es dann aber bereits 2:1 aus Sicht der “19er“. Nach der Pause jedoch der erneute Rückschlag: Katernbergs Sven Basten wurde des Feldes verwiesen. Seine zehn verbliebenen Mannschaftskameraden bewiesen in der Folgezeit aber Moral und ließen sich nicht mehr von der Siegerstrasse abbringen: Nach 90 Minuten lautete der Spielstand 5:1. Die DJK darf nun wieder berechtigte Ansprüche in Sachen Aufstieg formulieren.

Ganz andere Sorgen plagten den VfB Frohnhausen. Der vierte Tabellenplatz der letzten Spielzeit weckte sogar die Hoffnung, nächstes Jahr in der Landesliga kicken zu können. Die Realität nach vier Spieltagen sah indes völlig anders aus: Kein einziger Punkt aus vier Spielen und Tabellenplatz 18 haben Konsequenzen nach sich gezogen: „in beiderseitigem Einverständnis, sportlich fair und in aller Freundschaft“, habe man sich laut Vereinshomepage von Übungsleiter Thorsten Hildebrand getrennt. Dass neue Besen eben manchmal doch gut kehren, bewies am Sonntag der neue alte VfB-Coach Ernst Otten. Otten, der bereits von 1989-1999 die Geschicke der ersten Mannschaft leitete, konnte seine Rückkehr an die Hamburger Straße mit einem 2:1-Auswärtssieg beim SC Türkiyemspor feiern.

Der Vogelheimer SV fährt derweil auf der Überholspur in die Krise: der Landesliga-Absteiger hinkt seinen Ansprüchen meilenweit hinterher: Im Heimspiel musste sich der VSV RuWa Dellwig mit 0:1 geschlagen geben und die dritte Schlappe in Folge hinnehmen. Nur das bessere Torverhältnis trennt die Vogelheimer jetzt noch vom unteren Tabellenende.

In den weiteren Partien schlug der ESC Relinghausen die ETB-Reserve mit 2:1, Teutonia Überruhr bezwang den SV Kray mit 3:2, TC Freisenbruch und SC Steele 03/20 trennten sich torlos und SG Schönebeck gewann bei den Sportfreunden Niederwenigern mit 1:0.

Autor: Aaron Knopp

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren