Am Tag nach dem großen Regen haben Philipp Kohlschreiber in einem Marathonmatch und Debütantin Andrea Petkovic den deutschen Tennisprofis bei den French Open die ersten Erfolgserlebnisse beschert. Das Duo schaffte jeweils im Entscheidungssatz den Einzug in die zweite Runde, nachdem gleich vier deutsche Spieler zum Auftakt gescheitert waren.

Nur Kohlschreiber und Petkovic siegen

French Open in Paris

29. Mai 2007, 20:08 Uhr

Am Tag nach dem großen Regen haben Philipp Kohlschreiber in einem Marathonmatch und Debütantin Andrea Petkovic den deutschen Tennisprofis bei den French Open die ersten Erfolgserlebnisse beschert. Das Duo schaffte jeweils im Entscheidungssatz den Einzug in die zweite Runde, nachdem gleich vier deutsche Spieler zum Auftakt gescheitert waren.

Kohlschreiber musste bei seinem 6:2, 3:6, 7:5, 4:6, 17:15 gegen den Tschechen Lukas Dlouhy allerdings 3:55 Stunden zittern. Für Petkovic, die sich erst über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt hatte, bedeutete das 4:6, 6:3, 6:3 gegen Jarmila Gajdosova im ersten Match bei einem Grand-Slam-Turnier den ersten Sieg. `Ich war sehr nervös und bin einfach nur froh, dass es vorbei ist. Das lange Warten während des Regens hat mich richtig kaputt gemacht´, meinte die 19-Jährige. Sie trifft nun auf die an Nummer 18 gesetzte Marion Bartoli aus Frankreich.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/682-687_preview.jpeg Philipp Kohlschreiber (Foto: firo). [/imgbox]
Beendet ist das Turnier dagegen für Daviscupspieler Benjamin Becker aus Orscholz, Anna-Lena Grönefeld aus Nordhorn und die Kielerin Angelique Kerber. Becker hatte beim 3:6, 1:6, 3:6 gegen den Franzosen Mathieu Montcourt auf dem ungeliebten Sandplatz keine Chance. Die völlig verunsicherte Grönefeld verlor ein Jahr nach ihrem Viertelfinaleinzug mit 5:7, 4:6 gegen die Französin Mathilde Johansson, die erst mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerutscht war.

In ihrem 13. Match auf der Tour 2007 war es die neunte Erstrundenniederlage für Grönefeld. Für Kerber war bei ihrer Paris-Premiere mit 3:6, 2:6 gegen die frühere Finalistin Jelena Dementjewa aus Russland Endstation. Von den insgesamt neun gestarteten deutschen Profis sind damit bereits vier ausgeschieden. Am Montag hatte sich schon Sandra Klösel (München) gegen die Chinesin Li Na verabschiedet. Nur Florian Mayer (Bayreuth) hatte am Dienstagabend noch die Chance, die Bilanz aufzubessern.

Die Augsburgerin Julia Schruff und Martina Müller aus Hannover müssen erst am Mittwoch zu ihren Erstrundenpartien ran. Nach Plan verlief der Auftakt für den Weltranglistenersten Roger Federer. Der Schweizer setzte sich mit 6:4, 6:2, 6:4 gegen Michael Russell aus den USA durch. Die Partie war nach den Regenfällen der ersten beiden Turniertage über zwei Tage gespielt worden, so dass auch Federer die Forderung nach einem Dach über dem Centre Court erneuerte. Sonntag und Montag waren zusammen nur 14 Spiele zu Ende gegangen, so dass die Organisatoren die Mammutzahl von 82 Matches für Dienstag angesetzt hatten.

Dabei brachte sich Grönefeld gegen Mathilde Johansson, Nummer 126 der Welt, selbst um den Sieg. Die 21-Jährige produzierte in der zerfahrenen Partie allein 14 Doppelfehler und ließ mit vielen leichten Fehlern auch beste Chancen aus. `Ich habe wenig Selbstvertrauen derzeit. Momentan ist alles nicht so einfach. Ich muss einfach versuchen, auf dem Platz nur an Tennis zu denken´, sagte Grönefeld in Anspielung auf die anhaltende Auseinandersetzung mit ihrem früheren Trainer Rafael Font de Mora.

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