Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt haben sich nach drei vergeblichen Anläufen endlich den Rekord geholt: Der fünfmalige deutsche Meister, der bei den drei zurückliegenden Endspielen um den DFB-Pokal jeweils als Verlierer vom Platz gegangen war, setzte sich diesmal im Finale mit 4:1 im Elfmeterschießen gegen den FCR Duisburg durch und ist mit nunmehr sechs Cupsiegen alleiniger Rekordhalter. Nach 90 Minuten hatte es 1: 1 (1:1) gestanden. Bereits in einer Woche können die Frankfurterinnen den totalen Triumph perfekt machen und mit einem Sieg im Punktspiel beim SC Bad Neuenahr die sechste Meisterschaft sowie das fünfte Double der Klubgeschichte gewinnen.

Frankfurt besiegt Duisburg nach Pokal-Elfmeterkrimi

Holl mit zwei gehaltenen Strafstößen

pst1
26. Mai 2007, 18:53 Uhr

Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt haben sich nach drei vergeblichen Anläufen endlich den Rekord geholt: Der fünfmalige deutsche Meister, der bei den drei zurückliegenden Endspielen um den DFB-Pokal jeweils als Verlierer vom Platz gegangen war, setzte sich diesmal im Finale mit 4:1 im Elfmeterschießen gegen den FCR Duisburg durch und ist mit nunmehr sechs Cupsiegen alleiniger Rekordhalter. Nach 90 Minuten hatte es 1: 1 (1:1) gestanden. Bereits in einer Woche können die Frankfurterinnen den totalen Triumph perfekt machen und mit einem Sieg im Punktspiel beim SC Bad Neuenahr die sechste Meisterschaft sowie das fünfte Double der Klubgeschichte gewinnen.

Petra Wimbersky verwandelte den entscheidenden Elfmeter für den FFC, der zum neunten Mal in Folge im Finale stand, die vergangenen drei Endspiele aber allesamt gegen Turbine Potsdam verloren hatte. Torhüterin Ursula Holl wehrte zwei Schüsse der Duisburgerinnen ab. Nationalmannschafts-Spielmacherin Renate Lingor hatte die Frankfurterinnen per Foulelfmeter (3.) in Führung gebracht. Den Ausgleich für den FCR markierte Nationalspielerin Sonja Fuss (45. +1).

Durch den sechsten Gewinn des Pokals, der von Nationaltrainerin Silvia Neid überreicht wurde, haben die Hessinnen nun die fünfmaligen Cupsieger FSV Frankfurt und TSV Siegen hinter sich gelassen. `Es war mal wieder nötig, den Pokal zu gewinnen´, sagte Rekordnationalspielerin Birgit Prinz: `Es war kein schönes Fußballspiel, bei uns lief nicht viel. Zum Schluss hat sich der Glücklichere durchgesetzt.´ FCR-Trainer Thomas Obliers meinte: `Wir haben nicht nur mitgehalten, sondern in der zweiten Halbzeit das Spiel kontrolliert. Wir hatten die Chance zum 2:1 und hätten aufgrund der zweiten Hälfte den Sieg auch verdient gehabt.´

Die 5000 Zuschauer, die das Spiel im Berliner Olympiastadion von Beginn an verfolgten, sahen in der Anfangsphase klar überlegene Frankfurterinnen, die gegen nervös wirkende Duisburgerinnen die Partie beherrschten. Die Bemühungen des FFC, der in der Bundesliga zwei Spieltage vor Saisonende fünf Punkte vor Verfolger Duisburg liegt, wurden schon nach 2:45 Minuten belohnt. Nach einem Foul von Anne van Bonn an Prinz verwandelte Lingor souverän den fälligen Strafstoß. Im Anschluss an die Führung dominierte der FFC, der in der laufenden Spielzeit zweimal klar gegen Duisburg gewonnen hatte (6: 1, 3:0), weiter die Begegnung.

Allerdings sank das Niveau der Partie angesichts der wolkenbruchartigen Regenfälle, die nach rund zehn Minuten einsetzten. Neben dem rutschigen Rasen, der beide Finalisten behinderte, musste der FCR zudem bereits nach zwölf Minuten den Ausfall der verletzten Stürmerin Simone Laudehr verkraften. Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Duisburgerinnen, die wie ihr Finalgegener 70.000 Euro vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für den Einzug ins Endspiel kassierten, stärker und zeigten einige gute Offensivaktionen.

Der FFC, bei dem Abwehrspielerin Tina Wunderlich zum neunten Mal in Folge von Anfang an in einem Pokalfinale spielte, ließ sich in dieser Phase in die Defensive drängen und wurde dafür prompt durch den Ausgleich von Fuss nach guter Vorarbeit ihrer Nationalmannschafts-Kollegin Lira Bajramaj bestraft. Nach dem Seitenwechsel kamen die Duisburgerinnen mit großem Selbstvertrauen aus der Kabine und brachten den Favoriten aus Frankfurt mit schnell vorgetragenen Angriffen in Bedrängnis.

Die beste FCR-Chance zu Beginn des zweiten Abschnitts vergab Inka Grings (49.). Zehn Minuten später machte es Prinz auf der anderen Seite nicht besser. Bis zum Schlusspfiff suchten beide Teams die Entscheidung, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen.

Autor: pst1

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