Nach vier enttäuschenden Spielen zum Saisonbeginn stand Vestia Disteln im zweiten Jahr in der Landesliga Staffel 4 gleich da, wo es mit dem neuen Coach Jürgen Klahs und einigen neuen Spielern gar nicht mehr hinwollte - nämlich im Tabellenkeller. Dann aber kam mit dem 4:1-Erfolg gegen Amisia Rheine der große Befreiungsschlag. Vor dem Heimspiel gegen Bockum-Hövel sprach revierkick.de mit Vestia-Coach Klahs über die aktuelle Situation.

Im Interview: Jürgen Klahs (Trainer Vestia Disteln)

"Die Erleichterung war riesengroß"

Sven Krause
08. September 2006, 21:48 Uhr

Nach vier enttäuschenden Spielen zum Saisonbeginn stand Vestia Disteln im zweiten Jahr in der Landesliga Staffel 4 gleich da, wo es mit dem neuen Coach Jürgen Klahs und einigen neuen Spielern gar nicht mehr hinwollte - nämlich im Tabellenkeller. Dann aber kam mit dem 4:1-Erfolg gegen Amisia Rheine der große Befreiungsschlag. Vor dem Heimspiel gegen Bockum-Hövel sprach revierkick.de mit Vestia-Coach Klahs über die aktuelle Situation.

revierkick.de: Wie hat sich der erste Saisonsieg am vergangenen Wochenende angefühlt und wie groß war die Erleichterung?
Klahs:Es hat einfach gut getan. Die Erleichterung war riesengroß, denn noch eine Niederlage hätten ich nicht wirklich erklären können. Umso schöner war es zu sehen, dass die Mannschaft endlich einmal ihr Potenzial abgerufen hat und für ihre überzeugende Leistung endlich auch mal belohnt worden ist.

revierkick.de:Woran lag es, dass plötzlich Dinge klappten, die zuletzt ziemlich in die Hose gegangen sind?

Klahs:Ohne unsere Leistung gegen Waltrop entschuldigen zu wollen oder unsere Dämlichkeit zuletzt in Lüdinghausen zu verharmlosen, haben wir diesmal in Bestbesetzung spielen können. Zudem ist bei Seszgin Salli der Knoten endgültig aufgegangen und wir hatten mit Andreas Skarale endlich den Rückhalt zwischen den Pfosten, der uns in den ersten Spielen etwas gefehlt hat.

revierkick.de:Wie haben sie es geschafft den Druck von der Mannschaft zu nehmen?

Klahs:Ich habe immer an meine Spieler geglaubt und ihnen im Training gepredigt, dass sie besser sind es im Moment einfach zeigen und dass sie nur Geduld haben müssen und die dummen Fehler abstellen, dann kommt der Erfolg von ganz alleine.

revierkick.de:Wie schätzen sie den nächsten Gegner aus Bockum-Hövel ein und was kann ihre Mannschaft erreichen?

Klahs:Bochum-Hövel ist genau wie Heesen oder die drei Aufsteiger eine der großen Unbekannten der Liga. Sie haben in der vergangenen Saison eine gute Rolle in ihrer alten Staffel gespielt, haben aktuell in der neuen Umgebung aber ein paar Probleme. Dennoch dürfen wir sie nicht unterschätzen. Aber wir wollen gewinnen und wenn wir uns leistungstechnisch weiter stabilisieren, dann können wir das auch schaffen.

revierkick.de:Wie schätzen sie den kommenden Spieltag ein, irgendwie fehlt so ein wenig das absolute Top-Spiel?

Klahs: Man kann ja nicht jedes Wochenende so einen Klassiker haben wie Nottuln gegen den FC 96 am vergangenen Wochenende. An diesem Sonntag müssen die Favoriten wie Dülmen, Nottuln, der FC oder Waltrop ihre Pflichtaufgaben erfüllen. Aber auch das birgt seinen Reiz, weil es garantiert ein paar überraschend Ergebnisse geben wird.

Autor: Sven Krause

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