Als der Schlusspfiff auf der Bezirkssportanlage in Witten-Stockum ertönte, gab es kein Halten mehr. Der TuS Ennepetal hatte sich gerade durch einen 2:0-Erfolg die Meisterschaft gesichert. Damit ist der TuS schon vier Spieltage vor dem Ende einer beeindruckenden Saison an seinem (Zwischen-)Ziel angekommen. Im zweiten Jahr spielt Ennepetal in der Bezirksliga, nun geht der Verein den nächsten Schritt zur Erfüllung von

Bezirksliga 14: TuS Ennepetal feiert vier Spieltage vor Schluss die Meisterschaft

Eindrucksvoll in Richtung 2011

Felix Guth
08. Mai 2007, 16:09 Uhr

Als der Schlusspfiff auf der Bezirkssportanlage in Witten-Stockum ertönte, gab es kein Halten mehr. Der TuS Ennepetal hatte sich gerade durch einen 2:0-Erfolg die Meisterschaft gesichert. Damit ist der TuS schon vier Spieltage vor dem Ende einer beeindruckenden Saison an seinem (Zwischen-)Ziel angekommen. Im zweiten Jahr spielt Ennepetal in der Bezirksliga, nun geht der Verein den nächsten Schritt zur Erfüllung von "Projekt 2011", das die Oberliga als Fernziel in den Blick nimmt.

Vorerst erfreut man sich aber an den Erfolgen der Gegenwart. "Jetzt fällt die ganze Anspannung ab", sagte Meister-Trainer Horst Freund, von Kopf bis Fuß durch eine kräftige Sektdusche durchtränkt. Der Sportliche Leiter Thomas Riedel konnte sich davor zunächst noch drücken. Später am Abend, als eine spontane Aufstiegssause beim Vorsitzenden Frank Peiniger über die Bühne ging, dürfte er seinen Teil noch abbekommen haben. Einem der vielen Erfolgsväter der Ennepetaler dürfte es egal gewesen sein. Für ihn zählte am Ende nur der "verdiente Aufstieg."

Denn daran, dass der TuS zurecht schon so früh das Titelrennen entschied, besteht wohl kaum Zweifel. Lediglich zwei Niederlagen kassierte der Klub bisher, beide gegen den Verfolger SG Welper. Doch nachdem als letztem Verfolger auch den Hattingern die Luft ausging, war die Entscheidung nur noch eine Frage der Zeit. "Die Mannschaft hat zu jeder Zeit mit ihrer Körpersprache demonstriert, dass sie es packen will", sagt Riedel. Welper attestiert er eine "tolle Saison" - leicht gesagt, wenn man schon durch ist. Tatsächlich war der Unterschied zwischen Ennepetal und dem Rest der Liga übergroß. "Aber sich so souverän in dieser starken Bezirksliga-Staffel, die in den letzten Jahren viele Verbandsliga-Aufsteiger hervor gebracht hat, durchzusetzen, ist schon beeindruckend", meinte Trainer Horst Freund. Dass viele den Ennepetalern allzu kalkulierten und schmucklosen Fußball vorwerfen, stößt auf wenig Verständnis bei
den Verantwortlichen. "Wir haben einfach stabil gespielt", sagt Thomas Riedel.

Für den sportlichen Leiter ist Freund gemeinsam mit seinem Trainerteam einer der Garanten für den Aufstieg. "Er passt einfach zur Mannschaft." Absolute Leitfiguren im Team sind die Angreifer Radek Dorszewski und Sadat Dautovic, die zusammen für rund die Hälfte aller Tore verantwortlich waren. Die Defensive vor Torwart Sascha Scherlo hält der hünenhafte Nico Atangata zusammen, im Mittelfeld sind Leonardo Lombardi und Adnan Yalcinkaya ein eingespieltes Duo.

Eben diese Truppe soll es im großen und ganzen auch sein, die im nächsten Jahr in der Landesliga bestehen soll. "Wir planen langfristig und machen lieber eine Runde mehr, als mit großen Geldern zu locken", sagt Riedel. Warnende Beispiel wie jüngst in Rüdinghausen gebe es schließlich genug. Vier neue Spieler sollen kommen, wenn man "nicht ohne Ambitionen" eine Klasse höher spielt. Eine Wunsch-Liga haben die Ennepetaler auch schon: "Wir würden lieber in der Staffel 2 spielen, denn dort sind die Anlagen besser und es kommen mehr Zuschauer."

Für den Verein könnte es ein absolutes Rekordjahr werden. Vor der ersten Mannschaft machte bereits die Mädchen-Vertretung sowie die C- und E-Jugend den Aufstieg perfekt. Die A-Junioren spielen eine Aufstiegsrunde, die U 23 (Kreisliga B) liegt an der Tabellenspitze. "Die Erste ist das Aushängeschild. Aber man muss die Jugend auf dem Weg nach oben mitnehmen", sagt Riedel.

Das "Projekt 2011" will man im übrigen nicht als Verpflichtung verstanden wissen. "Wenn wir dann noch nicht Oberliga spielen, aber solide dastehen, ist das auch in Ordnung", sagt Thomas Riedel.

Autor: Felix Guth

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