Am heutigen Donnerstag ist es endlich soweit. Der ausgefallene Stadt-Schlager zwischen dem DSC Wanne-Eickel und dem SV Sodingen wird die Herner Volksseele zum Kochen bringen. Auch die Protagonisten sind schon heiß.

WANNE/SODINGEN: Kreuzbandriss bei Reis

"Emotionsgeladene Rivalität"

03. Mai 2007, 16:20 Uhr

Am heutigen Donnerstag ist es endlich soweit. Der ausgefallene Stadt-Schlager zwischen dem DSC Wanne-Eickel und dem SV Sodingen wird die Herner Volksseele zum Kochen bringen. Auch die Protagonisten sind schon heiß. "Der Tabellenplatz ist bei diesem Highlight völlig egal", winkt Sodingens spielender Co-Trainer Predrag Crnogaj ab. "Wir freuen uns auf diesen Vergleich, denn so ein Match ist das Salz in der Suppe."

Während die Gäste mit dem Rückenwind des 5:0-Sieges über Weißtal anreisen, steckt den Hausherren die bittere 0:3-Klatsche gegen das Schlusslicht aus Wattenscheid in den Knochen. "Unser Sieg war auch in dieser Höhe verdient", sieht Crnogaj den Dreier als richtige Einstimmung. "Wenn wir jetzt nachlegen, ist das ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt, denn danach geht es sofort gegen die SGW II." Fraglich ist beim SVS lediglich der Einsatz von Igor Denysyuk (Oberschenkelprellung).[infobox-left]
Voraussichtliche Aufstellungen:

Wanne: Nowaczyk - Kokoska – Gaida, Syperrek - Pepe, Wolf, Kocakaya (Dannhausen) – Kolodziej, F. Cimsit – Kostrzewa, Sickel
Sodingen: Maric - Denysiuk (Hakan) - Karadag, Inam - Tönneßen, Siebert, Hejna, Hasecke, Crnogaj - Kotziampassis, Köker[/infobox]

Ganz andere Sorgen hat Wannes Coach Willi Koppmann. Denn Benjamin Reis zog sich gegen die 09er einen Kreuzbandriss zu. Der Stürmer wird am morgigen Freitag im Anna-Hospital in Herne operiert. "Das wiegt schwerer als alles andere", schüttelt Koppmann den Kopf. "Ausgerechnet in seinem Bereich haben wir keine Alternativen. So eine Verletzung nimmt die ganze Mannschaft mit."

Wie auch die sportliche Situation. Zum ersten Mal seit zweieinhalb Jahren geht es für den DSC um nichts mehr. Koppmanns Analyse: "Wir haben vorne nicht die Durchschlagskraft, leisten uns dann auch noch hinten haarsträubende Fehler. Wir müssen auf einigen Positionen etwas ändern, da der Druck, den die Bankspieler auf die Stammkräfte ausüben, nicht hoch genug ist."

Der Linienchef, der sich gerade mit den Neuzugängen in der "heißen Pokerphase" befindet ("Das kann noch dauern, denn wir können nun einmal nicht mit den Scheinen wedeln"), scharrt vor dem heutigen City-Gipfel ebenfalls schon mit den Hufen: "Für uns geht es zwar um nichts mehr, aber es ist das Herner Derby. Es wird hoch her gehen, emotionsgeladen und voller Rivalität sein."

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