Erst in den Schlussminuten ging die deutsche Eishockey- Nationalmannschaft gegen die favorisierte Slowakei mit 1:5 unter. Es war nach dem 2:3 gegen Kanada die zweite Niederlage für das DEB-Team bei der WM in Russland. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft  hat auch dem zweiten Favoriten das Leben schwer gemacht, steht bei der WM in Russland aber weiter mit leeren Händen da. 48 Stunden nach der unglücklichen 2:3-Auftaktniederlage gegen Rekordweltmeister Kanada verlor das Team von Bundestrainer Uwe Krupp auch gegen die Slowakei 1:5 (0:1, 0:1, 1:3).

DEB-Team geht gegen die Slowakei die Puste aus

Einbruch in der Schlussphase

30. April 2007, 16:37 Uhr

Erst in den Schlussminuten ging die deutsche Eishockey- Nationalmannschaft gegen die favorisierte Slowakei mit 1:5 unter. Es war nach dem 2:3 gegen Kanada die zweite Niederlage für das DEB-Team bei der WM in Russland. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat auch dem zweiten Favoriten das Leben schwer gemacht, steht bei der WM in Russland aber weiter mit leeren Händen da. 48 Stunden nach der unglücklichen 2:3-Auftaktniederlage gegen Rekordweltmeister Kanada verlor das Team von Bundestrainer Uwe Krupp auch gegen die Slowakei 1:5 (0:1, 0:1, 1:3).

Die junge Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die erst in der Schlussphase einbrach, spielt damit am Mittwoch (14.15 Uhr MESZ) gegen Norwegen um den Einzug in die Zwischenrunde.

Anders als gegen die "Ahornblätter" hatte das Krupp-Team mit 14 WM-Neulingen gegen den Weltmeister von 2002 aber keine Siegchance. Ausgerechnet der Frankfurter Peter Podhradsky besiegelte mit seinen Überzahltoren in der 8. und 23. Minute die dritte deutsche WM-Niederlage im vierten Vergleich. Dem Berliner Florian Busch gelang mit einem spektakulären Tor zwar noch das 1:2, als er den Puck aus der Luft ins Netz bugsierte (48.). Doch Richard Kapus (50.), Marian Gaborik (57.) und Radovan Somik (59.) schossen die Slowaken vorzeitig in die zweite Runde, während die DEB-Auswahl weiter um den Klassenerhalt bangen müssen. Die Partie gegen Norwegen entscheidet darüber, wer in die Abstiegsrunde muss.

Krupp musste gegen den Ex-Weltmeister auf Stürmer Yannic Seidenberg verzichten. Für den Ingolstädter, der im Auftaktspiel gegen Kanada bei einem Check gegen den Kopf eine Gehirnerschütterung erlitt, ist die WM höchstwahrscheinlich schon beendet. "Da steht eine ganze Karriere auf dem Spiel", sagte Krupp über den 23-Jährigen, der noch immer Nachwirkungen des Fouls von Shea Weber spürt. Dagegen konnte Verteidiger Alexander Sulzer, der gegen die "Ahornblätter" mit einer Bänderdehnung im linken Sprunggelenk ausgeschieden war, wieder spielen.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/698-1720_preview.jpeg Bundestrainer Uwe Krupp. (Foto: firo)[/imgbox]

Die Slowaken hatten ihr Team gegenüber dem glanzlosen 3:0 gegen Norwegen noch einmal hochkarätig verstärkt. Die Stürmerstars Marian Hossa (Atlanta Thrashers), Pavol Demitra und Marian Gaborik (beide Minnesota Wild) erhöhten die Zahl der NHL-Profis auf acht. Wie schon gegen Kanada ließ sich die junge deutsche Mannschaft von den großen Namen aber nicht einschüchtern. Sie hielt sich an die taktische Vorgabe Krupps, einfach zu spielen und die Räume in der neutralen Zone eng zu machen.

Das funktionierte zunächst auch über weite Strecken. Die Slowaken waren zwar überlegen, hochkarätige Torchancen spielten sie aber nur selten heraus. Der Führungstreffer fiel, als der Berliner Frank Hördler auf der Strafbank saß und die deutsche Abwehr den Puck nicht aus der Gefahrenzone brachte. DEL-Profi Podhradsky von den Frankfurt Lions nutzte die Unentschlossenheit zum 1:0.

Die beste Chance zum Ausgleich hatte Daniel Kreutzer, doch der Kapitän traf bei 5:3-Überzahl völlig frei vor dem Tor den Puck nicht. Als der Düsseldorfer dann in der "Kühlbox" saß, traf wieder Podhradsky. Dabei machte Oliver Jonas, dem der Puck wie schon beim ersten Gegentor durch die Schoner rutsche, keine gute Figur. Florian Busch (24.) und John Tripp (56.) hatten Pech, als sie Pfosten und Latte trafen. Auf der anderen Seite bekam Jonas immer mehr zu tun.

Ein Nachspiel könnte die Auftaktpartie gegen Kanada noch für Verteidiger Michael Bakos haben. Die Kanadier beantragten wegen eines Checks des Ingolstädters eine Videoansicht der strittigen Szene. "Sie sagen, dass ihr Spieler eine Gehirnerschütterung erlitt", berichtete DEB-Generalsekretär Franz Reindl. Der Fall kann erst am Mittwochabend bei der nächsten Sitzung des Direktorats des Weltverbandes IIHF behandelt werden. Theoretisch könnte Bakos gesperrt werden.

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