Rechtzeitig vor der Zielgraden ist TUSEM Essen auf den Erfolgspfad zurückgekehrt. In einem begeisternden, hochklassigen Spitzenspiel gewannen die Essener am heutigen Abend vor 2.700 Zuschauern gegen den Tabellendritten TV Hüttenberg mit 31:29 (16:10) und zeigten dabei über weite Strecken ihr bestes Saisonspiel. Ganz offensichtlich trägt die Arbeit von Neu-Coach Jens Pfänder so langsam Früchte. Ex-Nationalspieler Stephan Krebietke, der auch gestern wieder zwei Mal als Torschütze erfolgreich war, stellte fest:

TUSEM – HÜTTENBERG 31:29

Rückkehr auf den Erfolgspfad

07. April 2007, 20:50 Uhr

Rechtzeitig vor der Zielgraden ist TUSEM Essen auf den Erfolgspfad zurückgekehrt. In einem begeisternden, hochklassigen Spitzenspiel gewannen die Essener am heutigen Abend vor 2.700 Zuschauern gegen den Tabellendritten TV Hüttenberg mit 31:29 (16:10) und zeigten dabei über weite Strecken ihr bestes Saisonspiel. Ganz offensichtlich trägt die Arbeit von Neu-Coach Jens Pfänder so langsam Früchte. Ex-Nationalspieler Stephan Krebietke, der auch gestern wieder zwei Mal als Torschütze erfolgreich war, stellte fest:

"Jetzt beginnen wir die Philosophie des Trainers zu verstehen, sein Konzept geht auf, das waren Big Points." Vor allem vor der Pause waren die Gastgeber die dominierende Mannschaft, bauten die Führung kontinuierlich zwischen der fünften und neunten Minute von zwei auf sieben Tore aus. Zwei Dinge waren dafür verantwortlich:

Zum einen spielte die aggressive Deckung vor dem überzeugenden Schlussmann Gerrie Eijlers nahezu perfekt, zum anderen zeigte der Tusem endlich mal im Rückraum eine Leistung, die eines Spitzenreiters würdig war. So waren die 200 mitgereisten Hüttenberger Anhänger zur Pause schon merklich ruhig geworden. Dass sich dies im zweiten Abschnitt noch einmal änderte, lag ausschließlich daran, dass die Essener in einigen Szenen plötzlich vom Glück verlassen waren, unkonzentriert wurden und das große Flattern bekamen.

Ex-TUSEM-Star und Nationalspieler Oleg Velyky hatte dafür Verständnis: "Du führst, dir kann nichts mehr passieren, dann wirst du müde und bekommst Probleme mit den Nerven." So wurde die zuvor recht einseitige Partie in der Schlussphase mehr und mehr zu einem echten „Hitchcock“. Zwölf Minuten vor dem Ende war der TV auf zwei Treffer ran, dieses Zitterspiel setzte sich fast bis zum Schlusspfiff fort, ehe der überragende Kapitän Mark Schmetz mit seinem elften Treffer vom Siebenmeterpunkt das 31:28 erzielte. Schmetz wirkt nach dem Match sichtlich erleichtert: "Es war ein absolut verdienter Sieg, wir haben am Anfang in der Abwehr sehr gut gestanden und wahnsinnig gut nach vorne gespielt. Zum Schluss waren wir nicht mehr ganz so angriffslustig, aber letztlich war unsere enorme Kampfstärke der Schlüssel zum Erfolg."

Nach der bitteren Niederlage in Eisenach hat sich Tusem mit dem Sieg neuen Respekt in der Liga verschaffen können und auch eine Alternative in der Offensive dazugewonnen. Der Mut von Pfänder, in der kritischen Phase nach der Pause Martin Wozniak zu bringen, wurde belohnt. Der lange Schlacks markierte im entscheidenden Spielabschnitt vier Tore, hatte großen Anteil daran, dass die Heimmannschaft ihren knappen Vorsprung über die Zeit retten konnte. Der Youngster allerdings blieb nach der Begegnung mit beiden Beinen auf dem Boden. Sein ehrliches Geständnis: "Meine Tore waren mehr Glück als Cleverness." Dann stellte er fest, was die Fans in der Halle dachten: "Der Weg in die erste Liga führt nur über uns."

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