Ballgeflüster der Partie WSV - Magdeburg

"Diesmal hatte keiner Lust zum Fußballspielen"

01. April 2007, 16:53 Uhr

"Diesmal hatte keiner Lust zum Fußballspielen. Die Jungs haben sich wohl beim Aufstehen gedacht, es ist so schönes Wetter und ich muss arbeiten gehen", ärgerte sich WSV-Präsident Friedhelm Runge. Unterdessen macht sich der Funktionär tatsächlich auf den Weg in die Sonne, weilt ab dem kommenden Dienstag für eine Woche im wohlverdienten Tunesien-Urlaub.

Nachdem RWE-Coach Lorenz-Günther Köstner beim letzten WSV-Heimspiel gegen Erfurt im Stadion am Zoo weilte, fand diesmal Essens Sportlicher Leiter Olaf Janßen den Weg an die Wupper. Mögliches Objekt der Begierde: Gaetano Manno, dessen Vertrag ausläuft.

Kämpferherz Markus Ortlieb betonte: "Die Pleite ist ärgerlich, aber wir haben uns schon direkt nach dem Abpfiff auf dem Platz gesagt, dass es jetzt weitergehen muss. Wir waren schon ganz unten, werden uns von dieser Niederlage nicht umwerfen lassen."

Eigentlich wollte Magdeburgs Björn Lindemann nur ein kurzes Pläuschchen mit seinem alten Kieler Mitspieler Mike Rietpietsch führen. Da der aber nur mit einem Handtuch bekleidet war und dazu von einer leichten Mandelentzündung geplagt wurde, nahm er Lindemann kurzerhand mit in die "Heiligen Hallen" des WSV.

"Zu Hause müssen wir gewinnen, wenn wir oben dran bleiben wollen", befand Wuppertals Michael Lejan. Und weiter: "Die Enttäuschung ist natürlich groß. Ich kann aber nicht sagen, dass wir nicht wollten, so war es einfach nicht."

Magdeburgs Hattrick-Schütze Aleksandar Kotuljac erklärte grinsend: "Der WSV hatte Pech, dass ich so gut drauf war."

Nun liegt der FCM seinerseits nur noch zwei Zähler hinter den Bergischen, die zugleich den zweiten Aufstiegs-Rang einnehmen. Doch einen erneuten Klassen-Sprung des Neulings schließt Kotuljac aus: "Wichtig ist, dass wir jetzt einen dicken Punkte-Vorsprung vor den Abstiegs-Plätzen haben. Nach oben könnten wir nur dann schauen, wenn der Positiv-Lauf bis zum Saisonende anhält."

Wuppertals Thomas Litjens musste bereits nach 32 Minuten mit Schwindel-Gefühlen ausgewechselt werden. "Ihm wurde während des Spiels übel, er musste sich in ärztliche Behandlung begeben", erklärte Trainer Uwe Fuchs. Nach der Partie konnte der Innenverteidiger zum Glück schon wieder lächeln, posierte für Fan-Fotos.

Auch Manno kam nicht unversehrt aus der Partie, zog sich schon früh eine Knöchelverletzung zu. "Der war in der Pause richtig dick, ich musste sogar gespritzt werden. Und der Schiedsrichter hat noch nicht einmal die Gelbe Karte gezeigt", regte sich der Wirbelwind auf.

Dennoch schaute der Ex-Bochumer optimistisch in die Zukunft: "Wir werden wieder aufstehen, das haben wir schon einmal geschafft."

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