Revanche-Gedanken bei den Haien, Double-Träume bei den Adlern, Vorfreude bei den Fans: Das Play-off-Halbfinale in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwischen DEL-Rekordmeister Adler Mannheim und den Kölner Haien sowie Düsseldorf und Nürnberg verspricht jeweils eine heiß umkämpfte Serie zu werden. Vor dem mit Spannung erwarteten Startschuss der Play-offs nach dem Modus „best of five“ am kommenden Sonntag geben sich besonders die Rivalen aus Köln und Mannheim siegessicher.

DEL: Halbfinal-Serien starten am Sonntag

Adler gegen Haie im Blickpunkt

30. März 2007, 15:52 Uhr

Revanche-Gedanken bei den Haien, Double-Träume bei den Adlern, Vorfreude bei den Fans: Das Play-off-Halbfinale in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwischen DEL-Rekordmeister Adler Mannheim und den Kölner Haien sowie Düsseldorf und Nürnberg verspricht jeweils eine heiß umkämpfte Serie zu werden. Vor dem mit Spannung erwarteten Startschuss der Play-offs nach dem Modus „best of five“ am kommenden Sonntag geben sich besonders die Rivalen aus Köln und Mannheim siegessicher.

„Es wird eng, aber wir sind bereit für Mannheim“, sagte Kölns Ivan Ciernik, mit sechs Treffern bester DEL-Torschütze in den K.o. -Spielen. An einen Halbfinal-Marathon mit Happy End für die Adler glaubt Mannheims Co-Trainer Teal Fowler: „Ich erwarte eine lange und harte Serie. Aber wir sind zuversichtlich.“

Auch die Fans hat das Halbfinal-Fieber gepackt. Das erste Spiel in Mannheim ist mit 13.600 Zuschauern ausverkauft, für die zweite Begegnung in der Kölnarena am Dienstag sind trotz eines deftigen Preisaufschlags von 25 Prozent bereits 13.000 Tickets vergriffen. Doch die Anhänger hoffen für ihr Geld auf ähnlich rauschende Eishockey-Abende wie beim packenden Pokalfinale im Februar. „Das hatte bereits Play-off-Charakter. So wollen und müssen wir auch ab Sonntag auftreten“, meinte Verteidiger Pascal Trepanier, der damals mit den Adlern beim 6:5 nach Verlängerung den ersten Titel zum angestrebten Double geholt hatte. „Der wichtigere Titel ist aber die Meisterschaft. Dafür müssen wir Köln ausschalten“, bestätigte Trepanier.

Aber die Kölner brennen auf Wiedergutmachung. „Meine Jungs haben nach der Niederlage im Pokal geschworen, die Adler nochmal zu schlagen“, warnte Kölns Trainer Doug Mason. Der 51 Jahre alte Kanadier, dessen Vertrag durch eine Erfolgsklausel nach dem Halbfinaleinzug vorzeitig um ein Jahr bis 2009 verlängert wurde, setzt vor allem auf seine Parade-Sturmreihe Daniel Rudslätt, DEL-Topscorer Dave McLlwain und Ciernik.

Selbst der sonst so selbstbewusste Liga-Krösus Mannheim hat vor dieser Reihe gehörigen Respekt. „Das sind Top-Stürmer. Vor allem Ciernik dürfen wir keine Zeit geben, sich zu entfalten“, erklärte Fowler. Auch die Statistik spricht für die Haie: Seit der DEL-Gründung 1994 gewann Köln alle seine drei Play-off-Serien gegen Mannheim, darunter auch das Finale 2002 zum achten und letzten Titelgewinn.

Im anderen Spitzenduell kämpfen die DEG Metro Stars und die Sinupret Ice Tigers ebenfalls ab Sonntag um den Finaleinzug. Vor allem bei den Düsseldorfern sind nach der souveränen Viertelfinalserie gegen die Hamburg Freezers Meisterträume gewachsen. „Wir haben im Höchstfall noch zehn Spiele vor uns. Sechs davon müssen wir gewinnen“, blickte DEG-Coach Don Jackson voraus. Damit wäre die DEG zum neunten Mal Champion.

Doch auch die Nürnberger peilen ihren ersten Finaleinzug seit 1999 an. „Unser Weg ist noch nicht zu Ende. Wir wollen auch im Halbfinale etwas reißen“, sagte Nationalspieler Petr Fical. Nürnbergs Trainer Benoit Laporte glaubt, dass die Unbekümmertheit der Ice Tigers am Ende den Ausschlag geben könnte: „Uns hat nach dem 0:2-Rückstand gegen Hannover doch schon jeder in den Urlaub geschickt. Aber mein Team ist zurückgekommen, das zeigt den Charakter.“

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