Tja! Das tat Serkan Calik so richtig gut. Nach dem

Welches Argument findet Coach Köstner gegen Solomon Okoronkwo?

Netter Plausch mit Lehmann,aber Calik droht Bankplatz

og
30. März 2007, 13:22 Uhr

Tja! Das tat Serkan Calik so richtig gut. Nach dem "Ausflug" zur U21 des DFB, dem 5:2-Erfolg in Wien, in Österreich, hatte der Essener Stürmer offensichtlich den Kopf wieder richtig frei. "Das war schon klasse für mich", atmete der 21-Jährige tief durch. Kein Wunder, DFB-Trainer Dieter Eilts wechselte ihn ein, er traf, was ihm medial gute Formulierungen einbrachte. Nach dem Gezeter um seine Gelb-Rote Karte in Paderborn (Schwalbe), sicherlich ein angenehmer Auftritt.

Sein Treffer war ein zusätzliches Argument für Calik, weiter auf Einladungen von Eilts zu hoffen. "Das Spiel wurde im DSF übertragen", weiß der ehemalige Mönchengladbacher, dass so was auch kräftig über das Revier hinaus gehende Werbung für ihn war. "Der beste Weg, mich für die Auswahl weiter zu empfehlen, ist es, zu knipsen", grübelt Calik, dessen RWE-Vertrag am Spielzeitende ausläuft. Treffsicherheit würde auch RWE begrüßen, man könnte von zwei Fliegen sprechen, die mit einer Klappe geschlagen werden.

Am Dienstag beim nächsten Auftritt der U21 war Calik nicht dabei, das war vorab so abgesprochen. Die Frage bewegt, ist Calik gegen 1860 München wieder in der Startelf? Beim 3:1 in Karlsruhe wurde seine Rolle von Solomon Okoronkwo übernommen, der absolut überzeugte, außerdem auch sein erstes Saisontor für RWE markierte. Sollte der Nigerianer wieder auf der Bank landen, dürfte er eine ziemliche Fleppe ziehen. Und er wird gebraucht, den Calik hat weiter vier gelbe Karten aufzuweisen, die nächste Pause kann ganz schnell kommen. Bei Argumenten, Okoronkwo wieder den Bannstrahl treffen zu lassen, dürfte Coach Lorenz-Günther Köstner Zungenfertigkeit bemühen. Abwarten!

Wie gesagt, der Trip zur U21 war schick, es gab auch noch ein kollektives Abendessen mit der A-Nationalmannschaft, bei der sich Calik mit Keeper Jens Lehmann an einem Tisch wiederfand. "Wir haben uns über die Hafenstraße ausgetauscht", schmunzelt Calik, "er erzählte mir, dass er die Atmosphäre genau kennt."

Lehmann erinnerte sich ganz genau. "Er hat mir von dem Pokalspiel erzählt, das RWE mit 2:0 gewonnen hat", erklärt Calik. Damals, 13. September 1992, verlor Lehmann ein legendäres Duell gegen einen gewissen Jörg Lipinski, der dann den Ball - wer erinnert sich nicht - auf die S04-Torlinie legte und sich jubelnd umwendete (zu sehen im übrigen bei www.youtube.com). "Genau", erklärt Calik. Lehmann hatte keine Probleme, das neu aufzutischen. Calik: "Ohnehin ein echt netter Kerl." Wenn Calik am nächsten Sonntag erst einmal zusehen muss, wird er das nicht nett finden.

Autor: og

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