Harte Kritik prasselte in den vergangenen Wochen auf die Spieler des TuS Stockum nieder. Dies beantworteten die Wittener Vorstädter mit einer konzentrierten Vorstellung beim 2:1 (1:0) gegen die TSG Fußball Herdecke. Spielertrainer Thomas Drathen kommentierte dies mit den Worten: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen“. In ernstem Schwarz liefen die Stockumer auf dem Ascheplatz der Bezirkssportanlage auf. Es passte zur Grundstimmung der vergangenen Tage, in denen die 1:4-Pleite bei ETuS Schwerte noch schmerzhaft nachwirkte. „Es ist alles eine Frage der Einstellung“, resümierte Thomas Drathen nun nach dem Erfolg über den Aufsteiger.[i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 14: TuS Stockum feiert Heimsieg gegen TSG Herdecke

Gräbers Geniestreich entschädigt für vieles

Lukas Böhse
18. März 2007, 23:17 Uhr

Harte Kritik prasselte in den vergangenen Wochen auf die Spieler des TuS Stockum nieder. Dies beantworteten die Wittener Vorstädter mit einer konzentrierten Vorstellung beim 2:1 (1:0) gegen die TSG Fußball Herdecke. Spielertrainer Thomas Drathen kommentierte dies mit den Worten: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen“. In ernstem Schwarz liefen die Stockumer auf dem Ascheplatz der Bezirkssportanlage auf. Es passte zur Grundstimmung der vergangenen Tage, in denen die 1:4-Pleite bei ETuS Schwerte noch schmerzhaft nachwirkte. „Es ist alles eine Frage der Einstellung“, resümierte Thomas Drathen nun nach dem Erfolg über den Aufsteiger.[i]Ein Ortstermin[/i]

Denn der Einsatzwille stimmte bei den Gastgebern und gab in einem Spiel unter widrigen Bedingungen letztlich den Ausschlag.

Schiedsrichter Axel Richter (Herne) überlegte lange, ob er die Partie überhaupt anpfeifen sollte. Auf beiden Seiten des Platzes eröffnete sich eine tiefe Pfützen-Landschaft. An Flügelspiel war schon vor dem Anpfiff nicht zu denken. Entsprechend mussten beide Teams ihr Glück durch die Mitte suchen. Stockum war dabei zunächst gefährlicher: Tim Stracke (10.) und Andreas Gräber (15.) verpassten nur knapp. „Das 1:0 musste irgendwann fallen“, sagte Spielertrainer Drathen, dessen Defensive nur selten gefordert wurde. Der Führungstreffer entsprang einem Zauberpass von TuS-Spielmacher Nils Bremen. Tim Stracke ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete (38.). Kurz vor der Halbzeit tauchte Herdeckes Benny Haller noch einmal frei vor dem Stockumer Tor auf. Doch eine Glanztat von Keeper Sven Radowsky rettete den Hausherren die Pausen-Führung.

Im zweiten Durchgang waren die Gäste um mehr Initiative bemüht. Doch TSG-Spielmacher Luciano Urso entwickelte ebenso wenige zündende Ideen wie die meisten seiner Mitspieler. Torchancen erspielte sich nur der TuS. Der sehr auffällige Christoph Altgeld scheiterte zweimal (62., 68.). "Er war einer der Besten", lobte Thomas Drathen den erst in der Rückrunde aus der Kreisliga-A-Reserve "beförderten" Offensivspieler. Die Erlösung für den zitternden Stockumer Anhang ließ bis zur 85. Minute auf sich warten. Ein Geniestreich von Winter-Zugang Andreas Gräber entschädigte für vieles an diesem ungemütlichen Nachmittag. Kurz vor dem Herdecker Strafraum nahm er plötzliche Tempo auf, stürmte an zwei Verteidigern vorbei und jagte das Leder in den Winkel – 2:0.

Für leichte Verstimmung beim Stockumer Spielertrainer sorgte indes der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit. „Völlig unnötig“, schimpfte er, nachdem Torwart Sven Radowskys Halbherzigkeit beim Herauslaufen mit dem 2:1 bestraft wurde. TSG-Kapitän Kolja Bruch war mit dem Kopf zur Stelle. Der Treffer kam zu spät, die Gastgeber retten den "Dreier" über die Zeit.

Der TuS stabilisiert sich mit dem Erfolg im Mittelfeld und darf wieder vorsichtig auf Platz drei schielen. Für die Herdecker und ihren scheidenden Trainer Frank Henes geht das Auf und Ab in der Rückrunde hingegen weiter. Drei Siegen stehen nunmehr vier Niederlagen gegenüber.

Autor: Lukas Böhse

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