Ein Doppelschlag binnen 57 Sekunden hat Rot-Weiß Essen nicht zum dritten Sieg in Folge in der 2. Fußball-Bundesliga gereicht. Dino Toppmöller rettete Kickers Offenbach mit zwei Toren ein 2:2 (1:0) beim Abstiegskandidaten aus dem Ruhrgebiet. Während Essen auf einem Abstiegsplatz bleibt, beendeten die Hessen fünf Tage nach dem DFB-Pokal-Aus gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt (0:3) ihre Serie von vier Liga-Pleiten nacheinander.

RWE : Offenbach 2:2

Wieder die verflixten letzten Minuten

04. März 2007, 16:05 Uhr

Ein Doppelschlag binnen 57 Sekunden hat Rot-Weiß Essen nicht zum dritten Sieg in Folge in der 2. Fußball-Bundesliga gereicht. Dino Toppmöller rettete Kickers Offenbach mit zwei Toren ein 2:2 (1:0) beim Abstiegskandidaten aus dem Ruhrgebiet. Während Essen auf einem Abstiegsplatz bleibt, beendeten die Hessen fünf Tage nach dem DFB-Pokal-Aus gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt (0:3) ihre Serie von vier Liga-Pleiten nacheinander.

Toppmöller hatte Offenbach in der 23. Minute in Führung gebracht. Danko Boscovic (60.) und Victor Lorenzon mit einem umstrittenem Foulelfmeter (61.) wandelten den Rückstand in eine Essener Führung um. Doch Toppmöller gelang mit einem Sonntagsschuss in den Winkel noch der späte Ausgleich (89.). Vor 14.416 Zuschauern nutzte Gästespieler Toppmöller in einem typischen Spiel gegen den Abstieg gleich die erste nennenswerte Chance. Der Angreifer profitierte dabei von der Schlafmützigkeit der Essener Abwehr. Auch in der Folge ließen beide Teams technische Fertigkeiten und Durchsetzungsvermögen weitestgehend vermissen.

Fünf Minuten vor dem Wechsel verhinderte Offenbachs Keeper Cesar Thier den Ausgleich. Der Brasilianer lenkte einen Kopfball von Boscovic in prächtiger Manier über die Querlatte. Der Offensivspieler war aber dann eine Viertelstunde nach der Pause erfolgreich. Der kurz darauf folgenden Führung der Hausherren ging allerdings eine fragwürdige Entscheidung von Schiedsrichter Christian Schößling (Leipzig) voraus, der nach einem angeblichen Foul von Rüdiger Rehm an Serkan Calik auf Elfmeter entschied.
Der erklärte: "Ich glaube, ich bin getroffen worden." Die TV-Bilder zeigten allerdings, dass der Begirff Schwalbe eher zutreffend war. Fazit von Calik: "Wir haben zu 100 Prozent eine dicke Chance liegen lassen. Wir waren überlegen und lassen nur zwei Chancen zu, beide waren drin. Und eine wieder zu diesem späten Zeitpunkt. Jetzt müssen drei Zähler in Paderborn her."
Offenbachs Markus Happe analysierte: "Für uns ist das ein positives Ergebnis. Wir waren schon mausetot, haben nur um die Gegentreffer gebettelt. Ich hoffe, durch das Remis kommt bei uns wieder der richtige Kick rein."

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