FC KRAY: Priester: "Wer laufen kann, spielt"

12. November 2006, 12:13 Uhr

Es ist schon sensationell, was das Führungstrio der Tabelle derzeit abliefert, denn das frühe Absetzen von der Verfolgergruppe hätte man so nicht erwarten können.

Es ist schon sensationell, was das Führungstrio der Tabelle derzeit abliefert, denn das frühe Absetzen von der Verfolgergruppe hätte man so nicht erwarten können. Vor allem die schon vor der Saison als Top-Favorit gehandelte Truppe aus Radevormwald agiert bisher sehr souverän, wird wahrscheinlich nur von der Verbandsliga-Übermannschaft Fortuna Düsseldorf II übertroffen. Auch Wolfgang Priester, Trainer des Kontrahenten, zieht den Hut vor der SpVg: „Das ist unglaublich toll, was die bisher abliefern. Wenn man die Anzahl der Punkte sieht, muss man schon Respekt zollen.“ Er fügt hinzu: „Aber dieses Team ist in der Breite unheimlich gut besetzt. Wenn die einen Ausfall haben, wird ein Akteur mit ähnlicher Qualität auf den Platz geschickt.“

Genau das ist derzeit das Problem seiner Mannschaft. Die zahlreichen angschlagenen Kicker können einfach nicht adäquat ersetzt werden, müssen deshalb zumeist auf die Zähne beißen und trotzdem auflaufen. „Bei diesen Leuten kann man sich nur bedanken, dass sie sich dennoch zur Verfügung stellen. Bei manchen Verletzungen würde ich mich selber nicht dazu bereit erklären“, lobt Priester seine Schützlinge. Und die Liste der Wehwehchen ist lang, zudem handelt es sich reihenweise um Stammkräfte. Berti Roßbach fällt sowieso mindestens für die Hinrunde aus. Hinter Lars Müller, Tino Stöhr, Dominik Immanuel und Bilal Rammo stehen ganz dicke Fragezeichen. Deshalb ist in erster Linie ein Mann beim FC Kray sehr gefragt. Sein Name ist Sven Rösler und er ist Physiotherapeut der Truppe. „Er ist derzeit unser wichtigster und bester Mann“, nickt Priester und fügt aus sportlicher Sicht hinzu: „Jede Woche müssen wir improvisieren, wissen gar nicht, wen wir aufstellen sollen. Das ist einfach ärgerlich.“

Vor allem, wenn man dadurch Punkte liegen lässt, wie zuletzt bei der SpVg Schonnebeck. Dieses Missgeschick soll sich heute auf keinen Fall wiederholen, wenn der SV Wermelskirchen zu Gast ist. „Wir wissen zwar, dass es beim heutigen Gegner im Moment nicht rund läuft, aber deshalb werden wir die auf keinen Fall unterschätzen.“ Seine Kampfansage: „Wir müssen und werden diese Partie gewinnen.“ Offen ist nach wie vor, wer heute für den FCK antreten wird. Priester: „Wer laufen kann, spielt.“

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