Beim „Fehlstarter“ Heven am Haldenweg erwartet die neu verlegte Rollrasendecke den ersten Belastungstest, wenn im vorgezogenen Spiel die Ortsrivalen aufeinandertreffen.

TUS HEVEN/SV HERBEDE: Duell um die Vorherrschaft in Witten

hws
01. September 2006, 11:39 Uhr

Beim „Fehlstarter“ Heven am Haldenweg erwartet die neu verlegte Rollrasendecke den ersten Belastungstest, wenn im vorgezogenen Spiel die Ortsrivalen aufeinandertreffen.

Beim „Fehlstarter“ Heven am Haldenweg erwartet die neu verlegte Rollrasendecke den ersten Belastungstest, wenn im vorgezogenen Spiel die Ortsrivalen aufeinandertreffen. Denn beim TuS kann man wohl von einem verpatzten Saisonstart sprechen: Mit dem 1:2 in Brambauer am vergangenen Sonntag kassierten die Wittener Vorstädter ihre erste Saison-Niederlage und zieren damit den drittletzten Platz in der Tabelle.

Eine Entwicklung, die gar nicht im Sinne der sportlich Verantwortlichen sein dürfte, denn ein Meisterschafts-Anwärter sollte sich anders präsentieren. Das sah auch Trainer Oliver Gottwald so, der Tage danach noch ziemlich angefressen war: „Wir hatten einfach zu viele Ausfälle in der Mannschaft, das kannst du dann nicht mehr kompensieren." Gegen einen nicht sonderlich starken Gegner leistete sich der TuS Heven vor allem in der Defensive bittere Schnitzer, die ihn auf die Verliererstraße brachten. „Wir machen derzeit einfach keine Tore“, monierte der Coach folgerichtig, „haben 25, 30 Minuten lang nicht dagegen gehalten und zu wenig Willen gezeigt. Dafür sind wir dann auch bestraft worden“, skizzierte Gottwald die Partie in der Retrospektive, der sein Team unter der Woche deutlich ins Gebet genommen hat. Wahrlich keine günstigen Voraussetzungen für einen Derbysieg.

Unsanfter als geplant gelandet ist allerdings auch der Nachbar SV Herbede, der am vergangenen Wochenende mit 1:2 an der Kemnade gegen den wesentlich einsatzfreudigeren Hombrucher SV die erste Niederlage der Saison kassierte. Trainer Helge Martin kritisierte dabei die „physische Schwäche“ nach der ernüchternden Vorstellung seiner Mannschaft. „Wir hätten die Chance auf einen sehr guten Saisonstart gehabt - jetzt aber ist es so gekommen, wie wir es nicht wollten", sinnierte der SVH-Coach. „Wir haben jetzt zusammen verloren, Samstag wollen wir wieder zusammen gewinnen“, bleibt Martin trotz der Niederlage entspannt und gelassen. Doch auch er kommt nicht umhin festzustellen, woran das Spiel des SV Herbede derzeit wirklich krankt: Das Team hat keine klare Struktur im Mittelfeld und entwickelt überhaupt keine Impulse in der nicht vorhandenen „Kreativ-Zentrale“ um Ali Demir und Wojtek Meinert. So war es auch ein Leichtes für die Dortmunder, die Herbeder Angriffsversuche zu stoppen. Ob es beim Ortsderby eine Systemumstellung geben wird, ließ Martin im Gespräch mit dem Reviersport offen.

Und so darf mit Spannung abgewartet werden, ob er diesmal seine Flügelzange mit Gregor Ostrzolek und Vassilios Tsaussidis von Anfang an bringt, die im Dortmunder Süden beide erst nach über einer Stunde Spielzeit aufs Feld kamen. Zu spät, wie viele meinten, denn vorn konnten die völlig abgemeldeten Angreifer Lars Heese und Karsten Dunklau keineswegs überzeugen. Außerdem bleibt abzuwarten, ob der Knatsch mit Offensivmann Michael Jasmund beigelegt werden kann. Der gefährliche Stürmer, der vom rheinischen Landesligisten TuS Schmidt an die Ruhr gewechselt war, hatte sich bereits die sofortige Freigabe geben lassen, will es aber jetzt doch noch einmal mit Helge Martin probieren.

Autor: hws

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