Auf der Zielgeraden der Hinrunde geht es in Hagen einmal mehr ums Prestige.

HASPER SV/HAGEN 11: Titelambitionen gegen Überlebenskampf

03. Dezember 2006, 09:51 Uhr

Auf der Zielgeraden der Hinrunde geht es in Hagen einmal mehr ums Prestige.

Auf der Zielgeraden der Hinrunde geht es in Hagen einmal mehr ums Prestige. Im Lokalderby zwischen dem Hasper SV und der SpVg Hagen 11 treffen zwei Mannschaften aufeinander, deren Voraussetzungen unterschiedlicher kaum sein könnten. Wenn sich die Teams am heutigen Sonntag auf der Bezirkssportanlage Haspe duellieren, geht es für den HSV um Rehabilitation nach der zweiten Saisonniederlage gegen den TuS Plettenberg vor zwei Wochen. Für die „Elfer“ geht es hingegen weiter ums nackte Überleben. Haspe-Coach Rüdiger Meyer erwartet ein aggressiv geführtes Spiel und warnt seine Mannen vor Selbstläufermentalität: „Einigen meiner Spieler scheint es noch nicht bewusst zu sein, dass man als Spitzenmannschaft gerade auswärts alles geben muss. Gegen Plettenberg hätten wir eigentlich noch höher verlieren müssen. Von Hagen 11 wird nichts erwartet, die können frei aufspielen. Das wird sicherlich keine leichte Aufgabe.“ Dem Respekt vor den „Elfern“ entsprechend, verlangt der Übungsleiter eine Leistungssteigerung jedes Einzelnen: „Wir wollen das Spiel kontrollieren und erst gar keinen offenen Schlagabtausch entstehen lassen. Dies setzt jedoch eine aggressive und motivierte Spielweise voraus.“

Am Loheplatz hat man wahrlich andere Sorgen. Auch wenn seit dem Amtsantritt von Alfredo Pais stets Steigerungen zu verzeichnen waren, ist und bleibt die Situation bedrohlich. „In der ersten Halbzeit gegen Erndtebrück haben wir sehr gut gespielt. Beim ersten Gegentor werden die Jungs dann jedoch nervös. Im Endeffekt scheitert es bei uns daran, dass die jungen Spieler, die man unter normalen Umständen behutsam aufbauen sollte, noch nicht die Qualität erreicht haben, die wir zurzeit benötigen“, analysiert der SpVg-Coach. Zu allem Überfluss fällt nun auch noch Timo Würfel aus, der sich im Kellerduell gegen Erndtebrück II einen Kreuzbandriss zuzog. „Uns fehlen momentan sieben Leistungsträger. Das kann man nicht kompensieren. Wir müssen versuchen, aus einer stabilen Defensive heraus zu agieren. Vielleicht gelingt uns dann doch die Überraschung gegen Haspe“, gibt sich Pais kämpferisch.

Auf Seiten des HSV rechnet man, wie bei den bisherigen Lokalderbys auch, mit einer angemessenen Kulisse, die sich wohl bei 400-500 Zuschauern einpendeln wird. Die Rollen sind heute klar verteilt. Hagen 11 wird nur bestehen können, wenn man sich vom Abstiegsdruck befreit und die von Alfredo Pais gelobte „gute Trainingsleistung“ umsetzen kann. Und mehr als drei Punkte können schließlich auch die „Elfer“ nicht verlieren.

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