Sven Esper steht vor seinem Debüt für die SSV Buer. Bis Ende September war der Zeitsoldat für die Bundeswehr im Auslandseinsatz.

SSV BUER - Sven Esper aus Bosnien zurück

"Ich freue mich, endlich für meinen neuen Verein spielen zu können"

hb
26. Oktober 2006, 13:31 Uhr

Sven Esper steht vor seinem Debüt für die SSV Buer. Bis Ende September war der Zeitsoldat für die Bundeswehr im Auslandseinsatz.

Sven Esper steht vor seinem Debüt für die SSV Buer. Bis Ende September war der Zeitsoldat für die Bundeswehr im Auslandseinsatz. Fünf Monate lang sorgte der gelernte Büro-Kaufmann im Nachschublager in Rajlovic in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo dafür, dass die Buchführung stimmte. Nun hat ihn die Heimat Gelsenkirchen wieder. "Ich freue mich, endlich für meinen neuen Verein spielen zu können", fiebert Esper dem Revier-Derby bei Spitzenreiter DSC Wanne entgegen.

Gefährlich war der Auftrag auf dem Balkan nicht, "in Bosnien ist es ruhig. Dort sind keine Anzeichen vom Krieg mehr zu spüren." Nun soll er dafür sorgen, dass er die SSV-Truppe in den Griff bekommt. Zwei Niederlagen in Folge, zuletzt die 1:5-Klatsche daheim gegen Siegen II, haben die Gelsenkirchener wieder in die untere Tabellenhälfte katapultiert. " Sven kann mit seiner Erfahrung dafür sorgen, dass wir wieder Ordnung in unsere Reihen bekommen", setzt Holger Siska auf den zweikampfstarken Neuzugang.

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Obwohl er die komplette Vorbereitung und das erste Saisonviertel verpasste, machte Esper auf den Coach "einen fitten Eindruck". Vor gut drei Wochen nahm er an der "Löchterheide" das Programm auf. "Am 29. September bin ich aus Bosnien zurückgekommen. Am 1. Oktober habe ich das erste Spiel gesehen, das war der Sieg gegen Gladbeck", bekam Esper gleich einen guten Eindruck von seinen Mitspielern.

Dass er nach eineinhalb Wochen Training noch eine Woche Urlaub einschob, gönnte ihm Siska von Herzen. Esper entspannte mit Freundin Nina in Calabrien, doch nun steht der Fußball im Vordergrund. "Ich hoffe, dass ich ein schönen Einstand habe", meint der 25-Jährige, der über die Stationen Sportfreunde Haverkamp, Schalke 04, SC Hassel, Wattenscheid 09, SV Hohenlimburg und Rot-Weiß Wacker Bismarck in Buer landete. Gut möglich, dass er den rot-gesperrten Steven Engler in der Deckungszentrale ersetzt. Das Experiment mit Christoph Baron und Stevens Bruder Tim ging gegen Siegen in die Hose. "Ich spiele da, wo mich der Trainer hinstellt", stellt Esper keine Ansprüche.

Noch sechs Monate läuft sein Militär-Dienst, die der Rotschopf mit Fortbildungen zum Fachwirten ausfüllen möchte. Bis dahin wird er seinen Platz in der Mannschaft gefunden haben.

Autor: hb

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