TUS HORDEL: Neue Infizierung nach Derby-Erfolg

tr
01. September 2006, 11:13 Uhr

"Es ging darum, wer die Nummer zwei in Bochum ist", leuchten auch vier Tage nach dem Lokalderby-Sieg über Kornharpen noch die Augen von Hordels Coach Jürgen Meier.

"Es ging darum, wer die Nummer zwei in Bochum ist", leuchten auch vier Tage nach dem Lokalderby-Sieg über Kornharpen noch die Augen von Hordels Coach Jürgen Meier. "Das ist ein Traum, der für uns aber nicht überraschend kam."

Das neue Selbstbewusstsein in der Kapskolonie kommt nicht von ungefähr wie Meier erläutert: "Wir haben immer sehr diszipliniert und gut agiert. Leider stimmte gegen Herten das Ergebnis noch nicht, aber es war klar, dass diese Arbeit belohnt wird. Ich hoffe, dass bei uns ein neues Gefühl wächst." Denn beim ersten Heimspiel gegen die SGL war Meier schon enttäuscht. "Es waren mehr Hertener Zuschauer als unsere Fans da", ist der Anhängerzuspruch für den Trainer noch ausbaufähig. "Das ist eigentlich sehr traurig, da wir eine gute Vorbereitung hingelegt hatten. Aber spätestens jetzt haben wir etliche Leute wieder infiziert." Und das obwohl die DJK nicht auf namhafte Neuzugänge gesetzt hat. "Bei uns spielen fast ausschließlich Hordeler Jungs, in Kornharpen ist es ganz anders. Umso schöner, dass wir gewonnen haben. Das zeigt, dass Gürtel enger schnallen nicht gleichzeitig schlechter Fußball heißt."

Das neue Hoch soll auch trotz der Personalsorgen weiter gehalten werden. Doch die DJK wird auch am Sonntag gegen den TSV Weißtal auf Olaf May (Oberschenkelverhärtung), Mirko Krüger (Zerrung am Poansatz) sowie die Langzeitverletzten Bagdad Ballout und Erdil Sadin (beide Mittelfußbruch) und Nils Mondroch (Fersensporn) verzichten. "Es sieht nicht gerade rosig aus", gibt Meier zu. "Das sind fünf Leute, die uns qualitativ weiter bringen. Aber mich freut, dass ich reinschmeißen kann wen ich will, denn die Jungs erfüllen alle ihre Aufgaben."

Wie jüngst Pascal Sickel, der nach seinem Urlaub sein Debüt feierte. "Klasse", nickt Meier anerkennend, der auch ein Sonderlob für Keeper André Lindenblatt parat hat. "Weltklasse, überragend wie er sich gibt." Meier, der nicht nur für jeden Dreier, sondern auch für jeden Zunull-Erfolg einen Betrag in die Mannschaftskasse zahlt, weiter: "Ich hoffe, dass wir unserem Boss Heinrich Müntefering, der seit einer Woche im Krankenhaus liegt, ein Genesungsgeschenk gemacht haben."

Am besten, die Hordeler legen am Sonntag direkt noch einmal nach. Nicht nur Müntefering, sondern auch die Besucher wird es freuen. Meier: "Auch wenn Weißtal auf dem letzten Platz steht, heißt es nicht, dass sie wirklich so schlecht sind. Ich lasse mich nicht blenden, doch zu Hause sollten wir gewinnen."

Autor: tr

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