Der SV Hohenlimburg kann einen weiteren Neuzugang vorweisen. Aus der Kreisliga A wechselt Vitali Bauer ins Kirchberg-Stadion.

SV HOHENLIMBURG - Quade nicht wie Herne

tr
19. Juni 2004, 20:57 Uhr

Der SV Hohenlimburg kann einen weiteren Neuzugang vorweisen. Aus der Kreisliga A wechselt Vitali Bauer ins Kirchberg-Stadion.

Der SV Hohenlimburg kann einen weiteren Neuzugang vorweisen. Aus der Kreisliga A wechselt Vitali Bauer ins Kirchberg-Stadion. "Er ist 22 Jahre jung, spielt im linken Mittelfeld", charakterisiert Coach Horst Quade seine Verpflichtung. "Kurzfristig wird es für ihn natürlich schwer, sich durchzubeißen. Er beginnt als Nummer 18. Aber er ist ehrgeizig und wird sich hocharbeiten. So einen Spieler habe ich gerne, denn er kann nur positiv überraschen."

Das macht zurzeit auch Quade. Der Ex-Soldat absolviert noch bis zum 28. Juni eine Wehrübung an der Ostsee (Lüchtenburg). "Das mache ich jedes Jahr. Ich bin Spieß. Das macht echt Bock", lacht Quade. Befehlsausgabe ist morgens um sieben Uhr. "Danach kümmere ich mich um meine 130 Soldaten", sieht sich Quade nicht als harter Knochen. "Das kann ich viel besser über meine Lebenserfahrung machen."

Diese will der Fußball-Lehrer auch seiner neuen Mannschaft mit auf den Weg geben. "Es kann nicht sein, dass Spieler ausrasten", spielt Quade auf die Spuck-Aktion von Rafik Chaou beim letzten Auftritt gegen Marl an. "Dafür schäme ich mich." Daraus hat der Club auch seine Konsequenzen gezogen. "Wir suchen zwar noch zwei, drei reinrassige Mittelfeldspieler, aber solange es sportlich und menschlich nicht passt, werden wir nicht nachlegen." Quade weiter: "Dann gehen wir lieber mit einem kleineren Kader in die neue Saison. Wir haben aus den Fehlern gelernt."

Dass die "Zehner" gegen den Abstieg spielen, "kann ich mir nicht vorstellen", sieht Quade seine Truppe im gesicherten Mittelfeld. Mit Karsten Werlein und Dogan Okumak hat der SV auch zwei klassische Stürmer an Land gezogen. "Jetzt werden wir nicht unser Standard-Ergebnis von 1:0 oder 0:1 einfahren", unkt Quade. "Ab sofort kann es auch mal 3:0 oder 1:4 enden. Wir sind schließlich nicht Herne. Wir können ruhig mal verlieren." Der Tabellenplatz ist ihm unterdessen egal. "Wir müssen uns entwickeln. Mit Auf- und Abstieg haben wir aber nichts zu tun."

Autor: tr

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