War der Lüner SV schon bisher die Überraschungs-Mannschaft der Verbandsliga, so müssen seit dem vergangenen Sonntag neue Superlative bemüht werden.

LÜNER SV: Kinder schießt sich in den Blickpunkt

hb
17. März 2006, 10:43 Uhr

War der Lüner SV schon bisher die Überraschungs-Mannschaft der Verbandsliga, so müssen seit dem vergangenen Sonntag neue Superlative bemüht werden.

War der Lüner SV schon bisher die Überraschungs-Mannschaft der Verbandsliga, so müssen seit dem vergangenen Sonntag neue Superlative bemüht werden. Nach dem 6:1 über den SuS Neuenkirchen steht die Truppe von Spielertrainer Marc Bördeling plötzlich auf Platz zwei der Tabelle und weist bei einer Partie weniger vier Punkte Abstand auf Spitzenreiter Hamm auf.

Einer, der keinen unwesentlichen Anteil zu dieser schönen Momentaufnahme am „Schloss Schwansbell“ beigesteuert hat, ist Christian Kinder. Mit seinen drei Treffern schoss er den Aufsteiger fast allein ab und hat nun bereits acht Tore auf dem Konto. Und das, obwohl der 25-Jährige noch nicht einmal Stürmer ist und zudem in der Hinserie Wochen lang verletzt war. „Es läuft halt ganz gut“, zuckt Kinder mit den Schultern.

Dass er als einer der wenigen Kicker im Team der Rot-Weißen noch nicht seinen Vertrag verlängert hat, darf getrost als Zeichen gewertet werden, dass der Neuzugang vom Nachbarn BV Brambauer möglicherweise noch höhere Ziele im Auge hat. „Bisher gibt es keine Anfragen oder Angebote“, betont Kinder, der zurzeit am Westfalen-Kolleg in Dortmund sein Abi bastelt. „Der Verein und ich haben schon miteinander gesprochen, mal gucken, was wird“, hält sich der Knipser die Entscheidung über seine fußballerische Zukunft noch ein wenig offen. Die Aussicht, mit dem LSV in der Oberliga aufzulaufen, soll mit diesem Entschluss nichts zu tun haben. „Der Aufstieg ist kein Thema“, winkt Kinder ab.

Auch Bördeling hat die Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse erst für 2007 prognostiziert. Bis es so weit ist, muss er seinem „Kindergarten“ noch die Konstanz beibringen. „Wir sind mit etlichen Neuen in die Saison gegangen, deswegen mussten wir uns anfangs erst finden“, weiß Kinder. „Marc macht das gut und für mich sind Recep Bilgic und Mehmet-Ali Yildiz besonders wichtig. Die halten mir den Rücken frei“, erklärt der Torjäger. „So kann es weiter gehen. Wir schauen nur von Spiel zu Spiel, dann werden wir am Ende sehen, was dabei heraus kommt“, meint Kinder diplomatisch.

Man darf gespannt sein, wohin auch sein Weg führt.

Autor: hb

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