Es ist noch nicht so lange her, da schien Faton Toski beim VfL Bochum zwar über einen Vertrag, aber nicht über sportliche Perspektiven zu verfügen.

VfL Bochum

Toski bangt um Einsatz bei alter Liebe

29. März 2012, 11:43 Uhr

Es ist noch nicht so lange her, da schien Faton Toski beim VfL Bochum zwar über einen Vertrag, aber nicht über sportliche Perspektiven zu verfügen.

Auch bei den Fans war der Ex-Frankfurter ein ständiger Streichposten. Das änderte sich schlagartig, als der Mittelfeldspieler gegen Ende der letzten Saison mehr und mehr Spielanteile bekam und auch in der Relegation zu überzeugen wusste. Zu diesem Zeitpunkt hätte der aus dem Kosovo stammende Techniker sich nicht träumen lassen, dass er einmal auf der linken Abwehrseite nahezu unersetzlich sein würde.

Genau dies ist mittlerweile der Fall. Denn nachdem man sich von Matthias Ostrzolek in der Winterpause getrennt hatte und Philipp Bönig gerade wieder in Tritt gekommen war, war er der einzige, dem man die neue Rolle ohne Wenn und Aber zutraute. Toski: „Ich habe mir alle Positionen vorstellen können, aber nicht die des Linksverteidigers.“
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Wie sehr ihn die Fans mittlerweile auf dieser Position akzeptieren, zeigte sich am vergangenen Freitag. Als ihn der Trainer nach 64 Minuten vom Platz nahm, gab es zahlreiche Pfiffe gegen den Coach. Doch was niemand wusste, Toski klagt schon seit Wochen über eine schmerzhafte Schambeinentzündung. „Ich konnte einfach nicht weiterspielen, die gleiche Verletzung hat mich schon einmal zwei Monate in Frankfurt außer Gefecht gesetzt.“ Deshalb kann Der Mittelfeldspieler nach Absprache mit der medizinischen Abteilung zur Stunde auch nur Dienst nach Vorschrift leisten. Genauer gesagt soll dich der Linksfuß schonen. „So was kann man nicht operieren, das bekommt man nur mit Ruhe und Pausen weg.“

Doch versucht Toski alles, um am Freitag in der Startformation zu stehen. „Ich freue mich das ganze Jahr auf dieses Spiel. Das ist für mich wie ein Weg nach Hause, etwas ganz Besonderes.“ Kein Wunder, denn von 1987 bis 1994 hat er die Eintracht-Jugendmannschaften durchlaufen. Bei seinem ersten Spiel für die Adlerträger war er sieben. „Es wäre wunderbar, wenn unsere Pechsträhne ausgerechnet in Frankfurt ein Ende nehmen würde. Trotz aller Schwierigkeiten haben wir durchaus eine Chance zu gewinnen. Die Heimserie der Eintracht erschreckt uns nicht.“ Dann blickt er ein paar Monate zurück. „Zu Beginn der Saison wollten wir aufsteigen, das ist jetzt immer noch die gleiche Mannschaft, daran sollten wir uns erinnern.“

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