Puh, erstmal durchatmen. Was war das Gejammer nach dem Hinspiel gegen Twente Enschede groß. Nach vier Auswärtspleiten in Folge wieder ein Sieg auf fremdem Boden.

Hassan's Corner

Traumwoche für Königsblau

Hassan Talib Haji
19. März 2012, 10:34 Uhr

Puh, erstmal durchatmen. Was war das Gejammer nach dem Hinspiel gegen Twente Enschede groß. Nach vier Auswärtspleiten in Folge wieder ein Sieg auf fremdem Boden.

Schalke 04 muss einen Stiernacken haben. Bei all den ganzen Nackenschlägen solch einen Kraftakt innerhalb einer Woche zu leisten, verdient großen Respekt. Huub Stevens musste beim Rückspiel gegen die „Tukkers“ gar nicht den Daum machen. Scherbenlaufen und andere fragwürdige Dinge musste er nicht abhalten. Die Jungs waren heiß, ballerten Twente wieder zurück über die Landesgrenze und die Knappen ins Viertelfinale der Europa League – dort geht es dann gegen den spanischen Vertreter Athletic Bilbao.
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Am Sonntag zuvor machte Schalke nicht das beste Spiel. Gewann aber dennoch deutlich mit 3:1 gegen die Nordlichter vom HSV. S04 sozusagen der Partner mit der kalten Schnauze.

Am letzten Sonntagnachmittag war wieder so ein Spiel, wo du erst eins auf Zwölf bekommst, dann aber voll zurückhaust. Schalke 04 fehlte zu Beginn des Spiels auf dem Lauterer Betze etwas die Leichtigkeit und die Frische – trotzdem bestimmten sie die Partie. Dass die Truppe 90 schwere Minuten gegen Twente in den Beinen hatte, drückte sich in verschiedenen Aktionen aus. Beim 1:0 für Kaiserslautern durch Rodnei hat der Hunter geschlafen, aber scheinbar hat die ganze Mannschaft diesen Rückstand gebraucht. Alle plötzlich hellwach und Königsblau dreht mächtig auf.

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Es war das Spiel der Traumtore. Seitdem der Herr Huntelaar auf Schalke knipst, sieht man wenig Tore von außerhalb des Strafraums. Denn wie Huub Stevens sagt: „Im Strafraum ist Klaas der Beste der Welt.“ So war es auch nicht er, der das erste Traumtor schoss. Lewis Holtby zog, nach Zuspiel von Huntelaar, auf und knallte das Leder in den linken Giebel. Ein Sahnetor. Danach ging’s erstmal Gitarre spielen an und mit der Eckfahne. Der neue DFB-Präsident Wolfgang Niersbach forderte daraufhin die gelbe Karte für Lewis Holtby im Halbzeitgespräch live auf Sky. Das Schlimme an dieser Äußerung war, dass es sein voller Ernst gewesen ist.

Den Glanzpunkt setzte Señor Raúl persönlich

Schalke 04 interessierte das herzlich wenig, wenn man sich schon mit einem Verband anlegt, dann bitte mit der UEFA. Vielleicht war Herr Niersbach auch einfach nur pro Lautern und wurde etwas stinkig aufgrund des Doppelschlags der Knappen. Denn Klaas-Jan Huntelaar hatte kurz vor dem Pausenpfiff dafür gesorgt, dass sich die Kiste zugunsten von Schalke 04 gedreht hat. Der starke Christian Fuchs mit Balleroberung am Mittelkreis. Die Pfälzer komplett in der Vorwärtsbewegung, der „Fuchser“ nutzt das aus und passt auf den freien Huntelaar. Der haut die Kirsche flach ins linke Eck und an Torwart Sippel vorbei – 2:1 für S04.
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Den Glanzpunkt, obwohl es nicht das letzte Tor an diesem Nachmittag war, setze der Señor höchstpersönlich. Nach feinem Solo von Julian Draxler und ungewollten Hackenpass von Farfan, fasst sich die Schalker Nummer Sieben ein königsblaues Herz und nagelt das Ding voll in den Winkel – eine Traumbude! Sein mittlerweile 12. Tor in dieser Bundesligasaison. Danach rutscht er noch herrlich schön auf seinen Knien rum und alle kommen zum Gruppenkuscheln – ein wundervolles Bild.

Den Schlusspunkt markiert Jefferson Farfan durch einen Konter, Schalke siegt 4:1 im Fritz-Walter-Stadion. So darf und soll es bitte weitergehen. Königsblau hat jetzt bereits zehn Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz fünf. Gladbach auf Rang drei ist nur ein mageres Pünktchen entfernt. Da sollte doch was gehen? Mit Spannung und Vorfreude schauen wir auf die nächsten Wochen…

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Autor: Hassan Talib Haji

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