Zwei Tore gegen Bremen, dazu eine zuletzt tadellose Leistung. Es scheint, als sei Peter Lövenkrands nach einem guten halben Jahr in Gelsenkirchen endgültig angekommen.

SCHALKE - Wehe, wenn der "Löve" los gelassen wird...

hb
09. Februar 2007, 11:12 Uhr

Zwei Tore gegen Bremen, dazu eine zuletzt tadellose Leistung. Es scheint, als sei Peter Lövenkrands nach einem guten halben Jahr in Gelsenkirchen endgültig angekommen.

Zwei Tore gegen Bremen, dazu eine zuletzt tadellose Leistung. Es scheint, als sei Peter Lövenkrands nach einem guten halben Jahr in Gelsenkirchen endgültig angekommen, nachdem er zwischenzeitlich vor allem mit seinem kurzzeitigen Durchbrechen des Presseboykotts aufgefallen war. Nun könnte der schnelle Däne zu einem der ganz wichtigen Mosaiksteinchen in Schalkes Meister-Plan werden.

Und das spürt er auch. Kein Wunder, dass der zurückhaltende Nationalspieler zur Zeit so richtig gut drauf ist. Nicht nur, weil er und seine Freundin Teresa im kommenden Monat Nachwuchs erwarten, sondern auch, weil sich seine Mitspieler immer besser auf die Laufwege des klassischen Außen einzustellen scheinen. "Schnelligkeit, Kaltschnäuzigkeit, das zeichnet ihn aus. Er bringt ein Element in die Mannschaft hinein, das ihr in dieser Form bisher gefehlt hat", war es für Trainer Mirko Slomka nur eine Frage der Zeit, bis sich die Bemühungen des Angreifers auch vermehrt in Toren niederschlagen.

In allen 20 Bundesligapartien der laufenden Saison stand "Löve" bisher auf dem Platz. Ging er in den ersten neun Begegnungen noch leer aus, traf er in den nachfolgenden elf Spielen bereits fünf Mal in Schwarze. "Mit Peter können wir ganz anders in die Tiefe spielen. Wir können die Bälle beinahe schon blind vorne reinbringen, weil wir wissen, dass er mit einem unheimlichen Tempo startet. Deswegen haben wir ihn geholt"; beschreibt Slomka den 27-Jährigen, der im Sommer 2006 von Glasgow nach Gelsenkirchen gewechselt war.

Die Erfolgsserie der Königsblauen ist für den 1,81 Meter großen Stürmer kein Zufallsprodukt. "Wie wir Bremen den Schneid abgekauft haben, das war schon klasse. Aber wir dürfen keine Sekunde nachlassen und müssen uns jetzt noch mehr konzentrieren für unser großes Ziel", nickt Lövenkrands. "Hier darfst du kein Spiel locker angehen, sonst gewinnst du nicht. Das ist der Unterschied zwischen Schottland und der Bundesliga."

Der stille Star, bei dem die extravagante, mit Glitzersteinchen besetzte Mega-Armbanduhr gar nicht ins Bild passt, möchte noch nicht über den Titel sprechen. Das, obwohl er dieses Gefühl neben den beiden Ex-Bremern Fabian Ernst und Mladen Krstajic als einziger Spieler der Schalker Mannschaft kennt. "Ich war mit den Rangers bereits zweimal Meister. Das gleiche möchte ich auch mit Schalke schaffen. Deswegen bin ich hierher gekommen. Die Qualität dazu haben wir", hat der gebürtige Hörsholmer den großen Wunsch aller Knappen verinnerlicht. "Ich weiß zwar nicht genau das Jahr, in dem Schalke zuletzt Meister war. Aber ich habe gehört, dass es vor fast 50 Jahren war. Wenn ich gesehen habe, wie unsere Fans in Bremen gefeiert haben, dann weiß ich, dass es auf jeden Fall zu lange her ist", will Lövenkrands am Samstag das nächste Kapital auf dem Weg zum großen Ziel abhaken. "Die Tabelle sieht jetzt gut aus. Vor allem die elf Punkte Vorsprung gegenüber Bayern gefallen mir."

Autor: hb

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