Die Düsseldorfer haben trotz der beiden Niederlagen zum Schluss der Hinrunde ein überragendes Jahr 2011 gespielt. Hier die Auf- und Absteiger der Fortuna.

Fortuna Düsseldorf

Die Auf- und Absteiger der Hinrunde

Christian Krumm
29. Dezember 2011, 09:47 Uhr

Die Düsseldorfer haben trotz der beiden Niederlagen zum Schluss der Hinrunde ein überragendes Jahr 2011 gespielt. Hier die Auf- und Absteiger der Fortuna.

Aufsteiger
Nach dem ersten halben Jahr, in dem Maximilian Beister so seine Probleme hatte, startet er komplett durch. Nach der starken Rückrunde im Vorjahr setzte er nun noch einen drauf und wird inzwischen fast von der kompletten 1. Bundesliga gejagt. Auch auf Assani Lukimya hat der eine oder andere Klub aus dem Oberhaus schon ein Auge geworfen.

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Der Innenverteidiger aus dem Kongo gehört zu den zweikampfstärksten Spielern der 2. Bundesliga. Sascha Rösler erlebt momentan seinen dritten Frühling. Die Fortuna holte ihn aus der Arbeitslosigkeit und nun erzielt er ein Traumtor nach dem anderen. Außerdem ist der Angreifer auch als Typ unheimlich wichtig.

Absteiger
Die ersten sieben Partien erlebte Christian Weber von der ersten bis zur letzten Minute und machte einen soliden Job. Dann verpflichtete Wolf Werner Tobias Levels von Borussia Mönchengladbach und der Rechtsverteidiger landete auf dem Abstellgleis. Zwei weitere Minuten stand er beim Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt auf dem Rasen. Noch schlimmer traf es Kai Schwertfeger, der gar keine Rolle mehr zu spielen scheint. Der „Ur-Fortune“ darf nur noch in der Reserve kicken. Ob das der richtige Weg ist, darf man durchaus in Frage stellen. Karim Aouadhi hat sich seinen Wechsel nach Düsseldorf anders vorgestellt - er kam lediglich auf einen Kurzeinsatz.

Stärken
Mit 43 Treffern besitzt die Fortuna die stärkste Offensive der 2. Bundesliga. Elf verschiedene Kicker konnten sich schon in die Torjägerliste eintragen. Das Stamm-Sturmduo Sascha Rösler und Thomas Bröker traf zusammen schon 16 Mal. Nach wie vor ist die ESPRIT-arena eine absolute Festung. Auch die Defensive kann sich sehen lassen. Die beiden Innenverteidiger Jens Langeneke und Assani Lukimya gehören zu den zweikampfstärksten Paaren in dieser Spielklasse. Die ersten acht Heimspiele der Saison gewannen die Düsseldorfer allesamt, erst im letzten Zweitliga-Spiel in diesem Jahr verlor die Meier-Elf gegen den SC Paderborn. Kein anderes Team holte im heimischen Stadion mehr als 24 Zähler.

Schwächen
Sicherlich muss man einem jungen Spieler wie Maximilian Beister auch mal eine schwächere Phase zugestehen - gerade, wenn es zum Ende einer langen Hinrunde geht. Dennoch scheint der Hype um den Shooting-Star bei ihm Spuren hinterlassen zu haben. Seitdem über eine Rückkehr zum Hamburger SV und ein angebliches Interesse vom Deutschen Meister Borussia Dortmund geschrieben und gesprochen wird, bringt der Offensivakteur nicht mehr die Leistungen, die man zuvor von ihm kannte. Hoffentlich wird der Vertragspoker um Assani Lukimya schnell ausgeräumt, damit der Kongolese nicht in ein ähnliches Loch fällt. Aber das sind Probleme, die Resultat des Erfolges sind und mit denen es sich durchaus leben lässt.

Zukunft
Finanzvorstand Paul Jäger hat es auf den Punkt gebracht: „So sehr wie im Moment hat die Fortuna noch nie geboomt!“ Auch wenn die Düsseldorfer das letzte Liga-Heimspiel gegen den SC Paderborn verloren haben und anschließend im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund ausgeschieden sind, ist ihnen in der Rückserie ein ähnlich souveränes Auftreten auf jeden Fall zuzutrauen. Selbst wenn Trainer Norbert Meier den einen oder anderen Ausfall zu beklagen haben würde, sind die Reservisten stark genug, um adäquaten Ersatz darzustellen. Außerdem hat die Fortuna das große Plus der Kameradschaft. Ken Ilsö, Sascha Dum und Juanan, die allesamt ganz nah an der ersten Elf sind, halten ihre Füße still und erkennen, dass die Startformation in der Hinrunde hervorragend funktioniert hat. Die Fortuna wird direkt aufsteigen!

Autor: Christian Krumm

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