Nach 90 nicht nur wetterbedingt sehr wechselhaften Minuten im Stadion „Am Hallo“ lautete das Endergebnis aus Sicht der SG Essen-Schönebeck 0:3 (0:1).

SG Essen-Schönebeck

Högners Jungspunde ärgern den 1. FFC

Desirée Kraczyk
18. Dezember 2011, 20:06 Uhr

Nach 90 nicht nur wetterbedingt sehr wechselhaften Minuten im Stadion „Am Hallo“ lautete das Endergebnis aus Sicht der SG Essen-Schönebeck 0:3 (0:1).

Ein standardgemäßes Resultat gegen den 1. FFC Frankfurt, so klingt es zumindest. Verdient war der Auswärtserfolg auch, nur über die Höhe des Sieges lässt sich streiten.

Dass das finanzkräftige Team aus der Bankenmetropole die Heimreise mit drei Punkte antreten durfte und sich Trainer Sven Kahlert direkt nach der Partie angriffslustig für das neue Jahr zeigte, lag in Nuancen begründet, die letztendlich den Unterschied ausmachten. Bis zur 85. Minuten nämlich durften sich die Frankfurterinnen ob der knappen 1:0-Führung keineswegs als Siegerinnen fühlen. Kerstin Garefrekes hatte in der 40. Minute ihren Sololauf völlig unbedrängt beenden dürfen.

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„Da erwarte ich ein taktisches Foul“, monierte Essens Coach Markus Högner, der aber insgesamt zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf war: „Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben uns 90 Minuten gut präsentiert“, sagte der Fußballlehrer, um dann aber auch das Defizit anzusprechen: „Zwischen der 55. und 75. Minute hatten wir sehr gute Kontersituationen, da müssen wir das Tor machen.“ [infobox-right]SGS Essen: Holl - Bade, Leiding, da Silva Costa, Ioannidou (66. Mester) - Klasen - Dallmann, M. Hoffmann, Hamann (71. Freutel) - Wolf (55. Oliveira Leite), C. Hartmann.
1. FFC Frankfurt: Angerer - Krieger, Bartusiak, Lewandowski, Weber - Garefrekes, Percival (70. Kumagai), Smisek, Behringer (87. Thunebro) - Landström (58. Marozsan), Huth.
SR: Wozniak (Herne)
Tore: 0:1 Garefrekes (40.), 0:2 Marozsan (86.), 0:3 Huth (89.).
Zuschauer: 1014
Gelbe Karten: Oliveira Leite - Krieger[/infobox]Gleich zweimal rannte Charline Hartmann in dieser besagten Phase alleine auf Nationaltorhüterin Nadine Angerer zu, die aber zweimal glänzend parierte.

Und während sich die Defensive der Essenerinnen über weite Strecken souveräner präsentierte als die des Tabellendritten, haperte es mal wieder in der Offensive. Der letzte Pass nämlich wollte nicht ankommen. Nach den ersten zehn Minuten, in denen sich die Schönebeckerinnen auf die Verteidigung konzentrierten, wagte das Team von Kapitänin Melanie Hoffmann immer wieder Vorstöße in die Frankfurter Hälfte. Aber wie sagte es Högner bereits auf der Pressekonferenz vor dem Spiel: „Uns fehlt eine Knipserin.“

Der SGS-Coach stellte in der zweiten Hälfte mit der Einwechslung von Ana Cristina Oliveira Leite auf zwei Spitzen um, ungeachtet des ob der starken Niederschläge durchtränkten Geläufs kamen die Essenerinnen zu den besagten Chancen. Dass die über weite Strecken recht konzeptlosen Frankfurterinnen dann doch noch den Sieg in die Höhe schraubten, war der individuellen Klasse geschuldet. Zunächst erzielte Dzsenifer Marozsán aus halblinker Positionen mit einem satten und gut platzierten Schuss in lange Ecke das 2:0 (86.), Svenja Huth tat es ihr kurz danach gleich.

Das Fazit kurz vor Weihnachten sollte durch das 0:3 und den nun sechsten Tabellenplatz aber nicht geschmälert werden. „Insgesamt bin ich mit dem letzten Halbjahr zufrieden“, betonte Högner.

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Autor: Desirée Kraczyk

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