Nach dem 0:2 (0:2) der SG Essen-Schönebeck gegen den SC Freiburg konnte es keine zwei Meinungen geben. Verdienter nämlich konnte eine Niederlage gar nicht sein.

SGS Essen: 0:2-Pleite

"Abhaken und wieder besser präsentieren"

Desirée Kraczyk
27. November 2011, 20:51 Uhr

Nach dem 0:2 (0:2) der SG Essen-Schönebeck gegen den SC Freiburg konnte es keine zwei Meinungen geben. Verdienter nämlich konnte eine Niederlage gar nicht sein.

Gäste-Trainer Milorad Pilipovic nutzte zwar die Gelegenheit, um der SGS Essen dennoch für die bis dato „herausragende Saison“ zu gratulieren, das Duell der bisherigen Überraschungsteams ging aber klar an seine Elf. Zu harmlos, zu ideenlos, zu leidenschaftslos präsentierten sich der Tabellenfünfte gegen die Breisgauerinnen, die ihrerseits mit gutem Pressing überzeugten. Wenn im Offensivspiel keine Akzente gesetzt werden können, sollte aber wenigsten die Defensive stehen. Das aber war ebenso nicht der Fall.

Nach einem von beiden Mannschaften ganz schwachem Beginn mit vielen Fehlpässen im Mittelfeld, kamen die Freiburgerinnen immer wieder zu gefährlichen Vorstößen. In der 36. Minute dann die erste entscheidende Szene. Katharina Leiding, die mit Vanessa Martini das Innenverteidiger-Duo bildete, leistete sich gegen Hasret Kayikci einen folgenschweren Stoppfehler, Torfrau Ursula Holl stürmte noch heraus, damit aber war der Weg frei für Essi Sainio, die den Ball an Martini vorbei ins Tor spitzelte. [infobox-right]SGS Essen: Holl - Mester (46. C. Hartmann), Martini, Leiding, Ioannidou (81. Freutel) - Klasen, Bade - Dallmann, M. Hoffmann, Hamann - I. Wolf (64. Beck).
SC Freiburg: Benkarth - Boschert, Zirnstein, Abbe, Wendlinger - Leupolz - Sainio (88. Igwe), Miraoui, J. Maier, Hegenauer (79. Nowak) - Kayikci.
Schiedsrichterin: Derlin (Bad Schwartau)
Tore: 0:1 Sainio (36.), 0:2 Kayikci (40.).
Zuschauer: 588.
Gelbe Karten: - Zirnstein, Wendlinger.[/infobox]Völlig desillusioniert präsentierte sich die Abwehr auch beim zweiten Gegentreffer direkt vor der Pause. Die Ex-Duisburgerin Kayikci, die im Sommer auch von den SGS-Verantwortlichen umworben wurde, konnte nach einer geschickten Körpertäuschung zum 2:0 abziehen.

„Kompliment an meine Mannschaft, das war eine taktisch disziplinierte Leistung. Sie hat zu 90 Prozent alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, resümierte Pilipovic. Högner, der bereits einige Minuten vor den Spielerinnen in der Halbzeitpause wieder auf den Platz zurückkehrte, brachte mit Charline Hartmann für die Rechtsverteidigerin noch eine weitere Offensivkraft, bis auf einen Lattentreffer von Caroline Hamann konnten die Essenerinnen aber keine gefährliche Torchance für sich verzeichnen.

„Die Niederlage müssen wir jetzt abhaken und uns dann im nächsten Spiel wieder besser präsentieren“, betonte Offensivspielerin Hamann nach Abpfiff. Zumindest den fünften Tabellenplatz haben die Essenerinnen nicht eingebüßt.

Autor: Desirée Kraczyk

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