AS Rom rutscht weiter in die Finanzkrise

us
17. Oktober 2003, 12:31 Uhr

Die finanzielle Krise beim italienischen Erstligisten AS Rom scheint sich weiter zu verschärfen. Klubchef Franco Sensi stellte in einem angeforderten Sanierungsplan Senkungen der Spielergehälter in Aussicht.

Der AS Rom befindet sich finanziell gesehen weiter im freien Fall. Die Aktie des Klubs an der Mailänder Börse wurde am Donnerstag vom Handel ausgesetzt, nachdem die Börsenaufsichtsbehörde Consob Klärungen über die finanzielle Lage der Römer gefordert hatte. Auf Anfrage der Consob stellte Klubchef Franco Sensi einen Sanierungsplan vor.

Senkung der Spielergehälter

Demnach soll eine schrittweise Senkung der Spielergehälter folgen. Derzeit schuldet Sensi seinem Personal allerdings noch 41 Millionen Euro. Auch eine Kapitalaufstockung von 37,5 Millionen Euro ist bis Ende Dezember vorgesehen. Sensi hofft außerdem auf frische Finanzmittel in Höhe von 80 Millionen Euro vom Verkauf seiner Beteiligung an der Verwaltungsgesellschaft der römischen Flughäfen ADR.

Trennung von Top-Spielern möglich

Laut italienischen Medien ist nicht auszuschließen, dass sich der Erdölmagnat von einigen seiner besten Spieler trennt. "Die Klubs geben doppelt so viel aus wie sie einnehmen und es ist mit keinem Umsatzwachstum zu rechnen. Die Ausgabenkürzungen und drastische Einschnitte der Spielergehälter sind der einzige Ausweg aus der Krise. Andernfalls wird unser Fußball zu Grunde gehen", warnte Liga-Chef Adriano Galliani.

Sensi erlebt mit AS Rom derzeit eine schwierige Phase. Im Juli war seinem Klub wegen der wirtschaftlichen Probleme zunächst die Lizenz für die Serie A verweigert worden. Er hatte sie dann nach dem Versprechen erhalten, bis Dezember die Kapitalaufstockung in die Wege zu leiten. Der römische Klub war wenige Tage später in den Sog eines Skandals wegen falscher Bürgschaften geraten.

Autor: us

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