Nach zwei Bundesliga-, sieben Zweitliga- und 100 Regionalliga-Einsätzen endet die Karriere von Wuppertals Markus Bayertz am heutigen Freitag (19.30 Uhr) im Match beim FC St. Pauli.

WSV BORUSSIA: Bayertz' Traum zum Karriere-Ende

gri
08. Dezember 2006, 11:02 Uhr

Nach zwei Bundesliga-, sieben Zweitliga- und 100 Regionalliga-Einsätzen endet die Karriere von Wuppertals Markus Bayertz am heutigen Freitag (19.30 Uhr) im Match beim FC St. Pauli.

Nach zwei Bundesliga-, sieben Zweitliga- und 100 Regionalliga-Einsätzen endet die Karriere von Wuppertals Markus Bayertz am heutigen Freitag (19.30 Uhr) im Match beim FC St. Pauli. Bekanntlich hängt der Ex-Kapitän in der Winterpause die Schuhe an den Nagel. Doch wehmütig wird er deshalb nicht: "Noch ist das Gefühl nicht rausgekommen. Das wird wohl erst im Urlaub einsetzen", erklärt der 35-Jährige.

Zuvor steht noch das Highlight bei den Kiez-Kickern auf dem Programm – und Bayertz betont: "Ich habe immer gesagt, ich würde gerne noch ein paar Minuten gegen St. Pauli auf dem Platz stehen. Im Millerntorstadion zu spielen, ist das Geilste überhaupt, etwas besseres kann einem zum Schluss nicht passieren." Zum Vergleich: Zweitliga-Rekordspieler Willi Landgraf beendete seine Profi-Karriere vor 5.000 Zuschauern in Burghausen. So ganz sicher ist Bayertz' Abschied nach Maß allerdings noch nicht, wie WSV-Trainer Uwe Fuchs erklärt: "Auch wenn Markus davon träumt, bei St. Pauli zu spielen, ist das Ganze kein Wunschkonzert. Er hat gute Chancen, im Kader zu stehen, aber die Mannschaft muss in Vorleistung treten, damit Markus dann einen schönen Abschluss hat."

Bayertz weiß, dass dies bei dem Gegner kein leichtes Unterfangen wird: "Die haben einen kleinen Lauf bekommen, werden zum Jahres-Abschluss noch einmal eine volle Hütte haben." Seine weitere Abend-Planung soll das aber nicht negativ beeinflussen, schließlich hat der Routinier schon entsprechende Vorbereitungen getroffen. "Es wird eine schöne Rückfahrt im Bus geben, das Hotelzimmer in Wuppertal habe ich schon fest gebucht", schmunzelt der frühere Uerdinger. Fürs Gelingen sind vor allem seine Mitspieler verantwortlich, wie der Ex-Profi erklärt: "Die Jungs müssen richtig Gas geben. Ich würde lieber bei einer 2:0-Führung als bei einem Rückstand reinkommen."

Unabhängig vom Ergebnis wird er seinem Verein erhalten bleiben: "Ich bin schon sieben Jahre beim WSV, da bekommt man einfach eine enge Beziehung zum Club." Das konkrete Einsatzgebiet "müssen wir aber noch im Winter absprechen." Dann könnte auch der bis zum 30. Juni 2007 laufende Spieler-Vertrag in einen Angestellten-Kontrakt umgewandelt werden. Ein Trainer-Job kommt für den gelernten Bürokaufmann nicht in Frage. Gut möglich, dass er im Marketing-Bereich tätig wird, zumal er auch die gerade angelaufene Schul-Offensive begleitet. "Klar ist auf jeden Fall, dass ich nah am Team bleibe", berichtet der Mittelfeld-Mann.
Schließlich wird er auch in der Rückrunde gelegentlich bei den Einheiten mitmischen, um abzutrainieren. Und vielleicht auch zur Vorbereitung auf sein eigenes Ablösespiel. "Wir haben mal kurz darüber gesprochen, haben aber nichts konkretes geplant. Vielleicht findet sich ja in der Vorbereitung auf die Rückrunde ein Termin", berichtet der "Oldie". Es wäre wohl eine Alternative, falls es mit dem Einsatz bei St. Pauli nicht klappen sollte. Doch es gibt auch andere Varianten, wie Bayertz augenzwinkernd verrät: "Weitere Einsätze sind zwar nicht geplant, aber mein Spielerpass liegt weiter beim Verband."

Autor: gri

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