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RWE: Skandalöses Hinspiel in Osnabrücker Köpfen

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08. April 2006, 12:41 Uhr

Von den "Special Olympics" zur speziellen Atmosphäre. Nicht unbedingt "Karat-technisch" über "sieben Brücken" muss RWE gehen, allerdings die 90 Minuten an der Osnabrücker Bremer Brücke heil überstehen.

Von den "Special Olympics" zur speziellen Atmosphäre. Nicht unbedingt "Karat-technisch" über "sieben Brücken" muss RWE gehen, allerdings die 90 Minuten an der Osnabrücker Bremer Brücke heil überstehen. Die Aktion, die RWE am Mittwoch am Stoppenberger Hallo durchzog, diente eher der Vermeidung eines Tunnelblicks, denn der Vorbereitung auf den Großkampftag beim VfL. Nichtsdestotrotz war Coach Uwe Neuhaus mit der lobenswerten Sozial-Maßnahme - die auch ein Taktiktraining mit knapp 100 Schülern umfasste - sehr zufrieden. "So oft habe ich nicht eine derart große Gruppe."
Und schon ist man beim Thema, denn sein Kader litt unter der Woche an ziemlicher Ausdünnung: Die üblichen Verdächtigen Alex Löbe (Kreuzbandriss), Ronny Nikol (Achillessehne), Holger Wehlage (Schulter) stehen sowieso in den nächsten Wochen oder sogar bis zum Spielzeit-Ende nicht zur Verfügung, dazu kamen noch Stijn Haeldermans (Muskulatur), Macchambes Younga-Mouhani (Muskulatur), Florian Thorwart (Rücken), Dirk Langerbein (Schulter), Michael Bemben (Knie). Während Thorwart wieder problemlos Lauftraining absolvierte, bei Haeldermans und Mouhani berechtigt auf gutes Heilfleisch vertraut wurde, Langerbein, der bei Belastung gesteigerte Beschwerden verspürt, für das Wochenende Schmerzstillung verpasst wird, konnte auch bei Bemben doch noch Entwarnung gegeben werden. "Sehr überschaubar", lautete der personelle Vergleich von Neuhaus zur "Special-Einheit" unter der Woche, "ich hoffe, dass Stijn und Mac noch mit der Mannschaft Einheiten absolvieren können." Sie konnten.
Als Platzhalter für Bemben hätte auf der rechten Außenposition der Viererkette jeden Fall Baris Oezbek fungiert, genau wie sich auch Daniel Stefulj nach guter Darbietung gegen Kiel nicht verdrängen lässt. Neuhaus, eher der Typ, der die Karten akribisch verdeckt spielt: "So könnte man das sehen." Routinier Langerbein soll unbedingt auf der Bank sitzen.
Auf was sich Osnabrück einstellen darf, daraus macht der 46-Jährige allerdings kein Geheimis: "Schlagkräftig wird unser Team auf jeden Fall sein." Das ist auch eine zwingende Bedingung, das Osnabrücker Terrain ist mehr als unangenehm: "Osnabrück stellt die drittstärkste Heimmannschaft der Liga", verweist Neuhaus auf die Statistik. Und außerdem sind noch die Vorkommnisse aus dem Hinspiel auf dem Präsentierteller, als es gegen den VfL an der Hafenstraße gleich vier Platzverweise - einmal Rot, dreimal Gelb-Rot - gab und RWE durch zwei Tore von Löbe 2:1 gewann. Neuhaus richtig: "Das wird kein emotionsloses Spiel am Wochenende." Unter Umständen auch ein Match, das wieder nicht vollständig ausgeht. Neuhaus: "Das erste Match ist noch noch in den Köpfen drin."

Autor: og

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