Eigentlich könnte RWO anstelle des momentanen Energieversorger-Deals auch Werbung für eine Zementfabrik machen. Gemauert wurde nämlich reichlich beim 1:1 in Wattenscheid, was immerhin einen Teilerfolg einbrachte.

WATTENSCHEID: "Kanti" kein Zement-Fan

tt
07. April 2006, 10:58 Uhr

Eigentlich könnte RWO anstelle des momentanen Energieversorger-Deals auch Werbung für eine Zementfabrik machen. Gemauert wurde nämlich reichlich beim 1:1 in Wattenscheid, was immerhin einen Teilerfolg einbrachte.

##Picture:float:566:left##Eigentlich könnte RWO anstelle des momentanen Energieversorger-Deals auch Werbung für eine Zementfabrik machen. Gemauert wurde nämlich reichlich beim 1:1 in Wattenscheid, was immerhin einen Teilerfolg einbrachte. Aber wenig Sympathien. Schon gar nicht beim Gegner. "Auf so eine Spielweise, wie sie Oberhausen an den Tag gelegt hat, stehe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Das hatte mit Fußball doch überhaupt nichts zu tun", ärgerte sich Markus Katriniok.
Der Wattenscheider Routinier ballte innerlich die Faust und wendete die drohende Niederlage ab. Per Kopf. "Normalerweise bin ich für solche Situationen gar nicht eingeteilt", scherzte der Jung-Ehemann, "als der Ball kam, habe ich nicht lange überlegt. Ich habe die ganze Zeit schon gedacht: Das darf nicht belohnt werden, wie RWO bei uns spielt."
Wattenscheid selbst scheint aus der Krise heraus, nur die tröpfelnde Punkt-Ausbeute (ein Sieg, drei Remis aus den letzten vier Partien) nervt den Lohrheide-Tross. Katriniok: "Trotzdem haben die vergangenen Leistungen gezeigt, dass wir uns vor keiner Mannschaft verstecken müssen. Der Großteil unserer Spieler war nach vier Begegnungen in elf Tagen so im Eimer, da ging gar nichts mehr. Das war echt ein Wahnsinngs-Programm, was da abgespult wurde." Die Anmerkung von Trainer Kreß, dass es intern absolut stimmt, kann der ehemalige Bergmann nur bestätigen: "Es ist eine ganz andere Gemeinschaft als vor zwei Jahren beim Abstieg aus der Regionalliga. Da hatten wir zwar trotz der schwierigen sportlichen Lage Spaß zusammen, aber der richtige Zusammenhalt hat gefehlt. Jetzt ist einer für den anderen da." Beispiel: "Nach dem verschossenen Elfer von Lars gab es keine Vorwürfe, sondern da setzte ein Jetzt-erst-Recht-Effekt ein." Das einzige, was Markus Katriniok noch stört, sind die Fehlerquellen: "Wir sind in einigen Szenen noch nicht clever genug, die Patzer bleiben, obwohl man sie schon mehrfach angesprochen hat. Aber wir arbeiten daran."

Autor: tt

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