Bei Real Madrid herrscht derzeit schlechte Stimmung. Erst sorgte Stürmerstar Ronaldo mit einer Skandal-Geburtstagsparty für Furore, dann ging das Ligaspiel beim FC Valencia mit 0:2 verloren.

Ronaldo und Valencia sorgen für Krise in Madrid

bb
28. September 2003, 13:16 Uhr

Bei Real Madrid herrscht derzeit schlechte Stimmung. Erst sorgte Stürmerstar Ronaldo mit einer Skandal-Geburtstagsparty für Furore, dann ging das Ligaspiel beim FC Valencia mit 0:2 verloren.

Vom "weißen Ballett" ist in Madrid derzeit weniger die Rede. Real Madrid hat die erste Lehrstunde erteilt bekommen, und in den Medien sorgt die skandalöse Geburtstagsparty von Ronaldo weiter für Negativ-Schlagzeilen. Bei den "Königlichen" ist es mit der Ruhe spätestens seit der 0:2-Pleite am Samstagabend beim FC Valencia vorbei. "Madrid ist zurück auf der Erde", urteilte die spanische Sporttageszeitung und AS schrieb in Anspielung auf die Ronaldo-Feier unter der Woche: "Diesmal fand die Party in Valencia statt."

Zuvor waren erste pikante Details von der Geburtstagsfeier des Brasilianers in die Öffentlichkeit bekannt geworden. Um die Stimmung unter der geballten Fußball-Prominenz - angeführt von David Beckham, über Rivaldo und Christian Vieri bis hin zu Luis Figo - ein wenig anzuheizen, hatte Ronaldo 70 "Party-Luder" eingeladen. Dabei soll insbesondere David Beckham zu großer Form aufgelaufen sein.

Mista und Oliveira treffen für Valencia

Das konnte von den Madrilenen in Valencia nicht behauptet werden. Der Meister von 2002 katapultierte sich durch Treffer von Miguel Angel Mista (5.) und Oliveira (72.) mit nunmehr 13 Punkten an die Tabellenspitze, für Real (10 Zähler) bleibt dagegen nur der dritte Platz. Dabei war der Rekordmeister bis auf die Ausfälle von Raul und Ivan Helguera in Bestbesetzung angetreten.

Trainer Carlos Queiroz wollte nach der ersten Auswärtsniederlage seit dem 13. April 2003 nicht in Panik verfallen: "Valencia ist daheim sehr stark. Man sollte nun nicht den Teufel an die Wand malen." Ähnlich sahen es die Spieler. "Es war klar, dass auch wir irgendwann verlieren", meinte Beckham und der brasilianische Weltmeister Roberto Carlos ergänzte: "Die Welt geht durch die Niederlage nicht unter. Wir blicken jetzt nur nach Porto." Dort trifft Real in der Champions League auf den UEFA-Pokalsieger .

Rivaldo kein Thema bei den "Königlichen"

Eine Verpflichtung von Rivaldo ist dagegen derzeit kein Thema, wie Sportdirektor Jorge Valdano bestätigte: "Er ist ein guter Spieler, aber über ihn reden wir definitiv nicht." Rivaldo hatte jüngst beim Champions-League-Sieger AC Mailand seinen Vertrag aufgelöst. Dort war er unter Trainer Carlo Ancelotti nur noch zweite Wahl. Sein Freund Ronaldo hatte ihn anschließend bei Real ins Gespräch gebracht.

Ähnlich wie Madrid hatten anscheinend auch Vizemeister Real Sociedad San Sebastian und Deportivo La Coruna die Champions League im Sinn. San Sebastian kassierte bei Athletic Bilbao, dem Ex-Klub von Jupp Heynckes, eine 0:1-Niederlage und La Coruna verlor überraschend bei CA Osasuna 2:3.

Autor: bb

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