Noch ist alles drin für den Bochumer Doppelaufstieg. Die VfL-Ladies bestreiten ihre letzte Partie am 5. Juni - und zwar gegen den einzig verbliebenen Konkurrenten.

Frauen: VfL Bochum

Drei Spiele bis zur möglichen Aufstiegsfeier

Desirée Kraczyk
12. Mai 2011, 15:07 Uhr

Noch ist alles drin für den Bochumer Doppelaufstieg. Die VfL-Ladies bestreiten ihre letzte Partie am 5. Juni - und zwar gegen den einzig verbliebenen Konkurrenten.

Zuvor trifft der Regionalliga-Spitzenreiter zudem noch auf den Tabellendritten, den VfL Kommern, und auf DJK Arminia Ibbenbüren, gegen die die Bochumerinnen in der vergangenen Woche noch mit einem 1:0-Erfolg den Einzug ins Westfalenpokalfinale perfekt machten.

Der Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach beträgt aktuell sechs Punkte, allerdings hat die Borussia noch ein Spiel mehr ausstehen. „Wir haben die Hoffnung, dass Gladbach noch Punkte lässt“, sagt Thomas Reis. Der Ex-Profi fungiert seit der vorzeitigen Trennung von Roger Dorny Ende März als Interimstrainer.

Der Ex-Profi gibt zu, dass er sich zunächst an die neue Aufgabe gewöhnen und herausfinden musste, wie „die Frauen ticken.“ Bis dato war Reis ausschließlich im männlichen Nachwuchsbereich tätig. „Ich versuche auch, Pausen zum Quatschen reinzubringen. Bei den Übungen fordere ich dann aber wieder volle Konzentration“, sagt Reis. Tatkräftige Unterstützung erhält er von Kerstin Pohlmann-Ernst. Die Ehefrau vom Sportvorstand Thomas Ernst blickt auf eine erfolgreiche Karriere beim FSV Frankfurt zurück. „Sie bringt ihre Erfahrungen mit ein und wir sprechen auch die Aufstellungen gemeinsam durch“, erklärt Reis, der es allerdings bei der Interimslösung belassen wird. Da ohnehin bereits vor der Entlassung von Dorny feststand, dass die Zusammenarbeit im Sommer beendet wird, konnte die Trainersuche bereits vor einiger Zeit aufgenommen werden. Vollzug kann Reis hier noch nicht vermelden. Das gilt auch für die Kaderplanungen, die durch die noch ungewisse Ligazugehörigkeit erschwert werden.

„Ich spreche bereits mit den aktuellen Spielerinnen und auch mit möglichen Neuzugängen“, betont der 37-Jährige, der zudem durchblicken lässt, dass es Veränderungen geben wird. „Es sind sicherlich auch Spielerinnen dabei, von denen man sich trennen möchte“ , berichtet Reis. Gehalten hätten die Verantwortlichen sicherlich gerne Katharina Leiding, die U17-Nationalspielerin wird aber zur SG Essen-Schönebeck wechseln. Zuvor soll aber freilich noch gemeinsam der Aufstieg geschafft werden.

Autor: Desirée Kraczyk

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