Der US-Milliardär Philip F. Anschutz, unter anderem Eigentümer der Eishockey-Klubs Hamburg Freezers und Eisbären Berlin, ist offenbar auch an einem Engagement beim englischen Meister Manchester United interessiert.

Anschutz greift auch nach Manchester United

tw
21. September 2003, 13:46 Uhr

Der US-Milliardär Philip F. Anschutz, unter anderem Eigentümer der Eishockey-Klubs Hamburg Freezers und Eisbären Berlin, ist offenbar auch an einem Engagement beim englischen Meister Manchester United interessiert.

Nach einem Bericht der Mail on Sunday ist der US-amerikanische Milliardär Philip F. Anschutz an einem Engagement beim englischen Fußball-Meister Manchester United interessiert. "ManU" hatte zuletzt Gerüchte über ein Übernahme-Angebot in Höhe von umgerechnet 854,5 Millionen Euro zurückgewiesen. Britische Zeitungen hatten über eine Offerte von drei Milliardären berichtet. Ob Anschutz bereits offiziell ein Angebot abgegeben hat, ist nicht bekannt.

Die Anschutz Entertainment Group (AEG) hatte zuletzt wiederholt erklärt, dass sie auch im Profi-Fußball investieren wolle. Zuletzt beließ es die AEG mit Hauptsitz in Denver/Colorado bei ihrem Anteil am schwedischen Erstligisten Hammarby IF und konzentrierte sich im Soccer auf die amerikanische Major League Soccer (MLS), in der Anschutz Anteile an Teams in New York, Washington, Chicago, Denver und Los Angeles hält.

Schwerpunkt in Europa liegt weiterhin im Eishockey

Der Schwerpunkt in Europa liegt weiterhin im Eishockey, wo Anschutz neben den Eisbären und den Freezers die Teams in London, Prag und Genf gehören. Zum Anschutz-Imperium gehören außerdem die Los Angeles Kings in der NHL und die Los Angeles Lakers in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA.

Bevor der 61 Jahre alte Firmengründer den Sport und die Unterhaltungsindustrie entdeckte, machte Anschutz sein geschätztes Privatvermögen von rund 20 Milliarden Euro mit Geschäften in der Erdöl-, Eisenbahn- und Telekommunikations-Branche. Neben den Profiklubs gehören inzwischen Popstars wie Celine Dion oder Britney Spears zur Klientel. Sogar das Kodak-Theater in Los Angeles, wo alljährlich die Oscars verliehen werden, gehört zum Anschutz-Imperium.

Autor: tw

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