SCHALKE U 23 - Fünf Tage, sechs Punkte

hb
12. März 2004, 13:57 Uhr

Nach dem 2.1-Sieg bei Kölns "U 23" und damit dem ersten Dreier seit vier Monaten (2:0 über den Chemnitzer FC am 16. Spieltag) hoffen Schalkes Amateure auf die Wende.

Nach dem 2.1-Sieg bei Kölns "U 23" und damit dem ersten Dreier seit vier Monaten (2:0 über den Chemnitzer FC am 16. Spieltag) hoffen Schalkes Amateure auf die Wende. "Der Erfolg war unheimlich wichtig, weil wir einen unmittelbaren Konkurrenten überholt und etwas fürs Selbstvertrauen getan haben", freut sich "U 23" –Coach Gerd Kleppinger.

In dem Takt würde der 46-Jährige gerne weiter machen und mit seiner Mannschaft am morgigen Abend gegen Bremens Amateure auf sechs Punkte in fünf Tagen kommen. "Schon das Hinspiel hätten wir nicht verlieren müssen. Spielerisch müssen wir uns sicher nicht vor Werder verstecken. Das ist aber eine kampfstarke Mannschaft mit einigen erfahrenen Leuten in der Truppe", nennt Kleppinger die Namen Danny Fütterer, Björn Schierenbeck und Simon Rolfes mit Respekt.

Im Gegensatz zu den Kölnern am vergangenen Montag müssen die Bremer indes nicht damit rechnen, auf eine halbe Schalker Profi-Truppe zu treffen. Wegen der vielen Verletzungen im Bundesliga-Aufgebot kann Chef-Coach Jupp Heynckes keinen Spieler für die Regionalliga abstellen. Selbst die Jung-Profis Sergio Pinto und Filip Trojan reisen bereits am Freitag-Nachmittag mit der "Ersten" nach Frankfurt. Michael Delura dagegen steht zur Verfügung und fährt erst am Samstag-Vormittag mit dem Zug nach Frankfurt, um als 19. Spieler den Bundesliga-Kader aufzufüllen.

"Dann müssen eben die Spieler ran, die in Köln nur zusehen durften", baut Kleppinger auf seine heiße Stammformation. Zu der werden am Freitag auch einige A-Junioren zählen, unter ihnen der von Heynckes hoch gelobte Kai Hesse.

Dass Spieler wie Fabian Lamotte, Christian Petereit und Christian Pander seit Jahresbeginn regelmäßig "oben" trainieren, findet der Ex-Profi nur positiv. "Wenn die täglich Zweikämpfe mit Spielern wie Tomasz Waldoch, Jörg Böhme oder Ebbe Sand vor sich haben, davon können die nur lernen", weiß Kleppinger, der bis zum Ende der Saison auf eine gesunde Balance zwischen Profi- und Amateur-Abteilung setzt. "Natürlich genießt die Bundesliga-Truppe höchste Priorität, ganz klar. Aber der Nachwuchs darf nicht vernachlässigt werden. Wenn wir mit der Regionalliga-Mannschaft absteigen sollten, wovon ich nicht ausgehe, gerät das ganze Konzept in Gefahr!"

Autor: hb

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