Die Youngster weiter im Blickpunkt! Lorenz-Günther Köstner, RWE-Coach, hatte keinen Grund, Baris Özbek und Serkan Calik nicht wieder die Weihe der Startelf zu verpassen.

RWE: "Flitzer" mit Blasenentzündung zur Dopingprobe

og
21. Januar 2007, 17:31 Uhr

Die Youngster weiter im Blickpunkt! Lorenz-Günther Köstner, RWE-Coach, hatte keinen Grund, Baris Özbek und Serkan Calik nicht wieder die Weihe der Startelf zu verpassen.

Die Youngster weiter im Blickpunkt! Lorenz-Günther Köstner, RWE-Coach, hatte keinen Grund, Baris Özbek und Serkan Calik nicht wieder die Weihe der Startelf zu verpassen. Er tat es. Wobei sich bei Calik während der ersten Halbzeit die Schwierigkeit offenbarte, ob er überhaupt durchhalten würde. "Er wollte in der Halbzeit raus", erklärte Köstner. Wie sich nach dem Match in einer Urin-Untersuchung durch Essens Internisten Dr. Rudi Eiling herausstellte, litt Calik an einer Blasenentzündung. "Serkan hatte die Probleme schon am Abend vor dem Match, ich wusste davon nichts, er musste oft pinkeln, es kam aber nichts", brachte Köstner es klar verständlich auf den Punkt.

Ironie des Schicksals: Ausgerechnet Calik wurde zur Dopingprobe gebeten. "Ich hatte vor der Pause größere Probleme, fühlte mich überhaupt nicht gut", berichtete Calik, "nach der Halbzeit ging es dann." Nach Hause fuhr der 20-Jährige am Abend mit einer Packung Antibiotika, die ihn in den nächsten Tagen zur Untätigkeit verdammen wird, der Stürmer ist für den Freiburger Einsatz fraglich.

Um so beeindruckender sicherlich das Pensum des "Flitzers", der mit seinen Sprints auf den Rängen immer wieder für ein Raunen sorgte. "Serkan zeigte zu Beginn einige hektische Pässe", blätterte Köstner in seinen Aufzeichnungen, "in Durchgang zwei ging es nur nach Absprache mit den Ärzten weiter." Caliks Einsatz war makellos, er holte Freistöße raus, allerdings verzeichnete er auch eine größere Prozentzahl an nicht ankommenden Pässen. Ähnlich wie Özbek, an dem das Match überwiegend vorbei lief, dem auch so einiges daneben ging. Für ihn gilt identisches: Das Engagement war stark. Özbek: "Wir wussten genau, es würde ein Kampfspiel, das war dann auch so." Sein Fazit: "Ich war nach dem Schlusspfiff richtig kaputt." Köstner: "Ich hätte mir gewünscht, dass Baris mehr in die Begegnung gekommen wäre." Neben ihm wankte Victor-Hugo Lorenzón. Köstner: "Victor zog ihn immer mehr zurück, da er selbst häufig einen Schritt zu spät kam."

Geschlaucht war Özbek, aber nicht unbedingt zufrieden mit der Ausbeute. "Natürlich haben wir uns mehr als das 0:0 vorgestellt, normalerweise reicht das nicht. Allerdings standen wir hinten sehr gut, ich kann mich nicht wirklich an riesige Chancen für die Gäste erinnern." Weil sie einfach auch nicht da waren, wie sie auch für RWE vermisst wurden. Lorenzón hatten seinen Auftritt, der eingewechselte Ronny Nikol auch. "Allerdings hatten wir auch nicht mehr", bekannte Özbek, "ich stelle mir vor, dieses Ding von Victor wäre rein gegangen, das Match wäre dann anders verlaufen." Es blieb eine Wunschvorstellung - Özbek weiter: "Dass wir nicht viele Möglichkeiten erhalten, wussten wir auch vorher. Wir spielten gegen den MSV, das war ein Aufstiegsanwärter. Der 1.FCK hat das auch vor." Özbek mit seiner Zusammenfassung: "Ich denke aber, für beide ist das Remis nicht genug, die Pfälzer ärgern sich auch. Für uns spricht, wir haben zuhause das Spiel nicht verloren, das nimmt man mit, man wird eine Spur gelassener."

Autor: og

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