MSV: Bommer will „Druck ausüben“ / „Tara“ droht OP und Pause

tt
21. Januar 2007, 10:49 Uhr

Seit nunmehr einer knappen Woche ist der MSV-Tross wieder zurück in Duisburg.

Seit nunmehr einer knappen Woche ist der MSV-Tross wieder zurück in Duisburg. Das Trainingslager an der sonnigen Küste Portugals ist abgehakt. Nun gilt die ganze Konzentration wieder dem Liga-Alltag, der heute (14 Uhr) in Koblenz beginnt. „Ich freue mich, dass es nun endlich wieder los geht. Alle sind voll bei der Sache und guter Dinge. Das Team ist hochkonzentriert. Eine gewisse Anspannung ist schon da, vor allem bei den Spielern, die im Training fast schon zu viel überlegen“, bilanziert MSV-Trainer Rudi Bommer.

Doch leider hat sich diese „positive“ Anspannung in Sorgenfalten verwandelt. „Die Woche lief wie gesagt sehr gut, ja, bis sich Mihai Tararache am Mittwoch im Training am Fußgelenk verletzt hat. Er ist mit Nils-Ole Book zusammengeprallt und hat nun einen angeschwollenen Knöchel. Wir müssen jetzt die nächsten acht Tage abwarten, bis die Schwellung zurückgeht“, gibt Bommer zähneknirschend zu Protokoll und fügt an: „Das Röntgen hat eine kleine Knochenabsplitterung ergeben, die etwas blockiert und wohl entfernt werden muss. Eine Operation hieße dann etwa fünf bis sechs Wochen Pause für ,Tara’. Wir warten jetzt aber erst mal ab. Außerdem haben wir einen Adam Bodzek, der diese Lücke hervorragend füllen kann.“

Dennoch gibt es auch gute Nachrichten zu verkünden. „Mo Idrissou ist seit Donnerstag wieder voll im Training, alle anderen MSV-Akteure sind fit“, berichtet der Duisburger-Linienchef. Und das ist auch gut so und bitter nötig, um den kampfstarken Koblenzern die Stirn zu bieten und drei Zähler mit nach Hause zu nehmen. Bommer: „Das wird keine leichte Aufgabe und keineswegs ein Spaziergang, wie wir ja bereits im Heimmatch gegen den TuS feststellen mussten.“ Im Gegensatz zum Hinspiel hat sich Koblenz in der Winterpause verstärkt, „die haben mit sechs Spielern ordentlich nachgerüstet, wovon sicherlich gleich vier Akteure gegen uns auflaufen werden“, merkt der 49-Jährige an. Mit Christof Babatz, Bakary Diakité (beide 1. FSV Mainz 05), Christian Holzer (SpVgg Unterhaching), Matej Mavric, Emil Noll (beide Alemannia Aachen) und Djordje Pantic (Partizan Belgrad) wurde kräftig nachgelegt.

Die „Zebras“ können sich also darauf einstellen, dass die Gastgeber tief und kompakt stehen werden. „Wir müssen sie ständig unter Druck setzen, ihnen unser Spiel aufzwingen, sie kommen lassen und aufpassen, dass wir nicht in einen ihrer brandgefährlichen Konter laufen“, resümiert der ehemalige Frankfurter. „Das wird wieder eines dieser richtigen ,Schweinespiele’, wie in Unterhaching, wo du keinen Schönheitspreis gewinnen kannst. Wichtig ist nur, dass wir erfolgsorientiert agieren und gewinnen, dafür muss aber die Einstellung stimmen und der unbedingte Wille zum Sieg da sein“, fordert MSV-Stürmer Markus Daun.

In diesen Tenor stimmt auch Linksfuß Alexander Bugera ein: „Dieser Start und ein Sieg in Koblenz sind enorm wichtig für uns. Den TuS darf man auch nicht unterschätzen, immerhin haben sie auch den 1. FC Köln daheim geschlagen. Gegen dieser Truppe kann es nur heißen: Kampf annehmen, gewinnen wollen. Nur so geht es.“ Schluss-Satz von Rudi Bommer: „Siegen muss unsere Devise sein – dafür müssen wir aber auch genügend Druck auf Ball und Gegner ausüben.“

Autor: tt

Kommentieren