Ein Team ändert man dann, wenn es nicht funktioniert!

RWE: Team wird geändert, wenn es nicht funktioniert

og
22. Oktober 2006, 10:55 Uhr

Ein Team ändert man dann, wenn es nicht funktioniert!

Ein Team ändert man dann, wenn es nicht funktioniert! Die Frage bewegt, wie lange schaut man sich als Trainer ein nicht passendes Kollektiv an (Coach Uwe Neuhaus: "Es war eine völlige Enttäuschung") - das erst aus elf Kickern besteht, drei könnten innerhalb von 90 Minuten dazu kommen. Zwei neue Rollenbesetzungen wird es gegen Paderborn geben, Paulo Sergio liegt mit einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel flach, Victor-Hugo Lorenzón zog sich durch seine gelb-rote Karte auf dem Bieberer Berg (Neuhaus: "Dummheit") selbst aus dem Verkehr. Dafür steht Danko Boskovic als Alternative für die Abteilung Attacke nach zwei Muskelfaserrissen wieder zur Verfügung.

"Natürlich kann man darüber nachdenken, anderen Akteuren jetzt die Chance zur Bewährung zu geben", grübelt Essens Fußball-Lehrer vor sich hin, "allerdings stellt sich auch die Frage, ist das sinnvoll?" Für Neuhaus steht fest, wegen der Leistungs-Nullnummer in Offenbach nicht mit einem kalkweißem Gesicht durch die Gegend zu schleichen. "Ich vergesse in diesem Zusammenhang nicht die ersten Spiele." Gegen die nicht unbedingt zu schießen war, selbst zwei 0:1-Niederlagen in Köln und Kaiserslautern akzeptierten Verantwortliche und auch Umfeld eher als Meilensteine - lediglich ohne verdienten Lohn. Neuhaus: "Klar, man könnte jetzt nach Offenbach irgendwie den Stab brechen, allerdings ist für mich der Zeitpunkt einfach nicht da." Dabei erinnert sich der Familienvater an die vergangene Saison, "als es durchaus eine Phase gab, in der es nicht lief." Wer hat nicht mehr das damalige 0:3 auf dem Kiez von St. Pauli im Kopf - alles wenig erregend. Neuhaus: "Wir haben auch damals wieder zurück in die Spur gefunden, sind nicht brachial damit umgegangen." Allerdings durchaus verbal-deutlich. Neuhaus wählt eher den Pfad, seine Truppe mit den notwendigen Informationen über Paderborn zu versorgen, ein Erfolg und alles wäre wieder geregelt. Beim Match Paderborn gegen Offenbach war Neuhaus selbst vor Ort, den Gang gegen Koblenz ließ der ehemalige Dortmunder beobachten. Sein Fazit: "Ich werde mir genau überlegen, wie die entstandenen beiden vakanten Positionen im Team besetzt werden."

Wichtig ist für Neuhaus, dass sich keiner seiner Akteure - wie Lorenzón - selbst eliminiert. "Man darf in Zweikämpfen durchaus einmal zu spät kommen, Bedingung ist jedoch, Aktionen wie Motzerei, Trikotzupfen oder Ballwegschlagen zu vermeiden. Das will keiner von uns sehen."

Autor: og

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