Herbstmeister mit sieben Punkten Vorsprung auf das Verfolgerfeld. Dabei hatte Bezirksligist TSV Safakspor sich selbst gar nicht so wirklich auf der Rechnung.

Safakspor Oberhausen

Aufstieg im Jubiläumsjahr?

Nina Heithausen
19. Januar 2011, 10:17 Uhr

Herbstmeister mit sieben Punkten Vorsprung auf das Verfolgerfeld. Dabei hatte Bezirksligist TSV Safakspor sich selbst gar nicht so wirklich auf der Rechnung.

"Besser als Tabellenführer in die Winterpause zu gehen, kann es nicht laufen", freut sich Vorstandsmitglied Erkan Saracbasi über den derzeitigen sportlichen Erfolg des TSV Safakspor und fügt hinzu: "Die Hinrunde ist für uns sehr gut verlaufen, obwohl wir natürlich auch unnötig Punkte liegen gelassen haben."

Dabei sah es direkt zu Beginn der Spielzeit für die Safak-Kicker gar nicht so rosig aus. Denn mit der 0:5-Schlappe im Niederrheinpokal gegen den SC Union Nettetal sowie dem 1:1 Remis im ersten Meisterschaftsspiel gegen RuWa Dellwig, bei dem gleich drei TSV-Akteure wegen Meckerns des Feldes verwiesen wurden, war der Auftakt in die Saison eher etwas durchwachsen.

Trainerwechsel als positiver Effekt

Dann jedoch startete Safakspor durch und übernahm mit sieben Siegen aus den folgenden zehn Partien schließlich die Tabellenführung. Mitte Oktober folgte trotz jener Erfolgsserie die Trennung vom bisherigen Coach Cengiz Temur. "Wir hatten anfangs Bedenken, ob und wie die Mannschaft den Trainerwechsel aufnehmen wird", so Saracbasi. Letztendlich kristallisierte die Veränderung an der Seitenlinie sich aber als "positiver Effekt" heraus. Unter der Regie von Özay Aydin, der die Mannschaft bereits zwei Jahre zuvor in die Bezirksliga geführt hatte und auch Geschäftsführer des Vereins ist, sammelte Safak bis zur Winterpause weitere 16 Zähler und setzte sich damit an der Tabellenspitze fest.

"Anfangs war es unser Ziel, oben mitzuspielen. Wir hatten uns nicht so gezielt verstärkt wie andere Teams", erklärt Saracbasi. Mittlerweile haben die Mannen von der Dinnendahlstraße jedoch ihre Zielsetzung geändert. "Ganz klar", gibt der 2. Vorsitzende des TSV die Marschroute vor, "wir wollen nun definitiv aufsteigen."

Und um dieses Ziel zu erreichen, möchte der TSV Safakspor auch mit Özay Aydin weiterhin als Trainer zusammenarbeiten. Aydin galt eigentlich als Interimslösung bis zur Winterpause (RS berichtete). Sein Engagement an der Seitenlinie wird sich nun allerdings verlängern, worüber sich auch Saracbasi zufrieden äußert: "Die Zusammenarbeit zwischen Özay Aydin und der Mannschaft läuft super. Das Team kommt gut mit ihm zurecht. Er selbst fühlt sich auch wohl." Unterstützt wird Aydin dabei zukünftig von Osman Tuna, der zur Rückrunde als Co-Trainer fungieren wird.

Vereinsjubiläum im Sommer

Personelle Veränderungen gibt es beim TSV Safakspor in der Winterpause kaum. Mit Adem Saglam verließ lediglich ein Akteur den Liga-Primus. Während Saglam in Zukunft für den Kreisliga A Spitzenreiter HSV Hilal Duisburg auflaufen wird, sicherte sich Safak stattdessen die Dienste des 30-jährigen Angreifers Bahadir Polat von Union 09 Mülheim. "Durch die Verpflichtung von Polat werden wir den Abgang von Saglam hoffentlich wenig verspüren", ist sich Saracbasi über die Stärke des Neuzugangs bewusst. Ebenfalls in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen, wird Ramazan Alakazli. Der Offensivakteur musste zuletzt aufgrund eines Kreuzbandrisses längere Zeit pausieren.

Im Sommer feiert der TSV Safakspor sein 25-jähriges Bestehen. Zudem soll in den nächsten Monaten der neue Kunstrasenplatz fertiggestellt werden. Und auch die zweite Mannschaft des Vereins befindet sich momentan als Tabellenerster in der Kreisliga C auf der Erfolgsspur. Laut Erkan Saracbasi wären dies "einige gute Gründe für eine große Feier". Dass das Unternehmen Aufstieg für Safak jedoch nicht zum Selbstläufer werden wird, bekräftigt er allerdings auch: "Wir sind nun der Gejagte. Jeder will uns schlagen. Dies wollen wir aber natürlich verhindern."

Autor: Nina Heithausen

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