Kurz vor dem Rückrundenauftakt gegen den VfL Osnabrück (Sonntag, 13.30 Uhr) haben wir den Leistungsstand der Duisburger Zebras unter die Lupe genommen.

MSV im Test

Die Stärken und Schwächen der Zebras

15. Januar 2011, 10:47 Uhr

Kurz vor dem Rückrundenauftakt gegen den VfL Osnabrück (Sonntag, 13.30 Uhr) haben wir den Leistungsstand der Duisburger Zebras unter die Lupe genommen.

Vorbereitung
Vom Verletzungspech mal abgesehen haben die Zebras im türkischen Belek unter perfekten Bedingungen trainieren können. Hätten an der heimischen Westenderstraße alle Einheiten buchstäblich auf Eis gelegt werden müssen, konnten Milan Sasic und Co. am Mittelmeer perfekt arbeiten. Der Feinschliff sowie die Integration des bisher einzigen Neuzugangs Ivica Banovic hat geklappt, sodass die Duisburger gut eingestimmt in das Duell mit dem VfL Osnabrück gehen können. Weil die Weiß-Blauen auch schon seit Montag wieder in Deutschland sind, dürften sie sich auch an das kalte Klima gewöhnt haben. Jetzt müssen nur noch die angeschlagen Stefan Maierhofer, Julian Koch und Ivica Grlic wieder fit werden.

Testspiele
MSV - Arminia Bielefeld1:1
Tor: Sahan.
MSV - Werder Bremen4:1
Tore: Yilmaz, Sahan, Koch, Grlic.

Stärken/Schwächen Stärken: Die Stimmung ist prächtig und das Selbstvertrauen nach der beeindruckenden Hinserie gewaltig. Die Zebras strotzen vor Selbstsicherheit. Das können sie auch, denn die ersten 15 Mann sind eingespielt und verstehen sich blind. Auch Banovic hat nicht nur menschlich, sondern auch sportlich sofort den Anschluss gefunden.

In der Viererkette zieht nach wie vor Branimir Bajic die Fäden. Gut möglich, dass Koch, wenn er seine Knieprobleme in den Griff bekommt, von der „Sechs“, die wohl Banovic einnehmen wird, auf seine geliebte rechte Außenbahn zurückkehrt. Für ihn müsste dann Benjamin Kern weichen. Links ist Olivier Veigneau ohnehin ein Garant.

Im Mittelfeld hat Sasic sogar die Qual der Wahl. Olcay Sahan hat seine tolle Form mit seinen beiden Treffern in den Testspielen gegen Bielefeld und Bremen bestätigt und ist gesetzt. Gleiches gilt für Sukalo in der Zentrale. Auf der rechten Flanke wird Sefa Yilmaz auflaufen. Der wiedererstarkte Filip Trojan zieht hinter der Spitze die Fäden. Wenn dann auch noch Grlic und Baljak zurückkommen, hat Sasic ein echtes Luxusproblem.

Schwächen: Davon kann der Fußballlehrer vorne aber nur träumen. Im Trainingslager hat man es eindeutig gesehen: Der Kader ist (noch) zu dünn besetzt. Vorallem in der Offensive wird es eng, wenn Baljak und/oder Maierhofer ausfallen. Manuel Schäffler wie auch Maurice Exslager sind noch nicht so weit, als das sie die beiden Knipser adäquat ersetzen könnten. Gegen Osnabrück wird auf jeden Fall Baljak fehlen. Und wie wichtig der Kapitän für das Team ist, hat sein Fehlen in Düsseldorf gezeigt. Denn ohne den „Dauerläufer“ hängt Maierhofer in der Luft und muss sich die Bälle selbst aus dem Mittelfeld holen.

Der MSV muss dringend noch einen Angreifer verpflichten und auch für Ersatz auf der linken Seite sorgen. Sollte Olivier Veigneau mal nicht dabei sein, gibt es nach dem Abgang von Michael Blum nach Rostock niemanden mehr, der auf dieser Position heimisch ist.

Prognose
Duisburg wird den Rückrundenauftakt gegen Osnabrück für sich entscheiden. Den Kampf, den der Aufsteiger sicherlich bieten wird, nimmt der MSV an und überzeugt dann auch spielerisch. Mit dem Erfolgserlebnis im Rücken werden die Weiß-Blauen auch bis zum Schluss vorne dabei bleiben, aber zum Aufstieg wird es am Ende noch nicht reichen.

Wunschelf Yelldell - Koch, Soares, Bajic, Veigneau - Sahan, Banovic, Sukalo, Trojan - Baljak, Maierhofer.

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