Beim Länderspiel der Nationalmannschaft gegen Australien am Donnerstag in Wolfsburg wird Annike Krahn dabei sein, allerdings nur als Zuschauerin auf der Tribüne.

FCR Duisburg

Krahn geht von WM-Teilnahme aus

Desirée Kraczyk
28. Oktober 2010, 14:07 Uhr

Beim Länderspiel der Nationalmannschaft gegen Australien am Donnerstag in Wolfsburg wird Annike Krahn dabei sein, allerdings nur als Zuschauerin auf der Tribüne.

„Natürlich ist es bitter, wenn man bei den Spielen nur am Rand steht“, sagt die Innenverteidigerin vom FCR 2001 Duisburg. Was hilft, sind die Fortschritte, die die 25-Jährige in der Reha macht. Noch vor dem Bundesliga-Start zog sich Krahn beim Qualifikationsturnier für die Champions League in Nordirland im Spiel gegen Glasgow City einen Kreuzbandriss zu. „Die Operation ist nun neun Wochen her. Ich hoffe, dass ich sechs Monate nach der Verletzung wieder auf dem Platz stehen kann“, betont Krahn, die in ihrem Übereifer auch schonmal von ihrem Physiotherapeuten gebremst werden muss.

In ihrer Heimatstadt Bochum, einen Steinwurf vom rewirpowerSTADION entfernt, arbeitet sie täglich an ihrem Comeback. Die häufigste Frage, die sie derzeit zu hören bekommt: „Klappt es bis zur Weltmeisterschaft?“ [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/020/894-21710_preview.jpeg Auf die Gehhilfen kann Annike Krahn bereits wieder verzichten (RS-Foto: mmb).[/imgbox]Krahn klingt zumindest zuversichtlich: „Ich gehe davon aus, dass ich bei der WM dabei sein werde.“ Es ist freilich auch ihr großer Wunsch, denn „eine WM im eigenen Land zu spielen, ist für jeden Sportler ein besonderer Höhepunkt in der Karriere“.

Eine Prognose, wann sie ihr erstes Spiel nach der schweren Verletzung bestreiten wird, mag die Verteidigerin nicht abgeben. Zumindest die „Löwinnen“ aber werden in der Bundesliga kaum mehr auf ihre Abwehrdirigentin zurückgreifen können. Das Saisonfinale ist schließlich bereits für den 22. März angesetzt. Das gilt auch für die Niederländerin Mirte Roelvink, bei der neben dem Kreuzband auch noch Meniskus und das Innenband lädiert sind.

Bis zum Comeback bleibt den beiden somit vorerst nur das Daumendrücken für ihre Teamkolleginnen. Nach dem souveränen Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinals gastiert der FCR Duisburg am Sonntag zum Abschluss der Hinrunde beim 1. FC Saarbrücken (14 Uhr).

Autor: Desirée Kraczyk

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